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Günstigere Kita-Mahlzeiten für einkommensschwache Familien

Ab 2020 zahlen Familien mit geringem Einkommen in Bern weniger für Mahlzeiten in Kitas und Tagesschulen. Damit will die Stadt armutsgefährdete Familien entlasten.

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Je nach wirtschaftlichen Verhältnissen sinken die Mahlzeitenkosten pro Kind und Tag um drei respektive sechs Franken.
Je nach wirtschaftlichen Verhältnissen sinken die Mahlzeitenkosten pro Kind und Tag um drei respektive sechs Franken.
Andreas Marbot

Familien mit kleinerem Einkommen bezahlen ab Neujahr in der Stadt Bern weniger für die Mahlzeiten in Kinderbetreuungseinrichtungen wie Kitas oder Tagesschulen. Der Tarif für die Mahlzeiten wird einkommensabhängig vergünstigt.

Damit will die Stadt armutsgefährdete Familien und Familien im unteren Mittelstand spürbar entlasten, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte. Er hat die entsprechende Teilrevision des Betreuungs- und Schulreglements in Kraft gesetzt.

Je nach wirtschaftlichen Verhältnissen sinken die Mahlzeitenkosten pro Kind und Tag um drei respektive sechs Franken. Ab einem Einkommen von über 70'000 Franken pro Jahr gilt der volle Betrag.

Ausgeschlossen von der Vergünstigung sind Sozialhilfebeziehende, da deren Betreuungs- und Mahlzeitenkosten durch die Sozialhilfe gedeckt sind.

In den städtisch geführten Tagis und Tagesschulen wird die Vergünstigung bei der Rechnungsstellung berücksichtigt. In Kitas und bei Tageseltern werden die in Rechnung gestellten Mahlzeiten nachträglich und quartalsweise durch die Stadt vergünstigt.

Die Entlastung für Familien, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, kostet die Stadt voraussichtlich rund 1,7 Millionen Franken pro Jahr. Davon entfallen 1,1 Millionen Franken auf Kitas, Tagis und Tageseltern. 600'000 Franken fallen im Tagesschulbereich an. Die Mittel sind bereits im Budget 2020 und im Aufgaben- und Finanzplan eingestellt.

(SDA)

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