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Gourmetrezepte und Ankebock

Mit Gourmetrezepten will das Petit Couteau beim Hirschengraben Berner zum Kochen inspirieren.

Hinter dem Petit Couteaux stehen Thomas Messerli, Julia Urbahn, Carlo Salucci, Raymond Glutz und Fabienne Messerli.
Hinter dem Petit Couteaux stehen Thomas Messerli, Julia Urbahn, Carlo Salucci, Raymond Glutz und Fabienne Messerli.
Raphael Moser
Mit Rezepten, die der Punktekoch Thomas Messerli schreibt, sollen Kunden beim Kochen inspiriert werden.
Mit Rezepten, die der Punktekoch Thomas Messerli schreibt, sollen Kunden beim Kochen inspiriert werden.
Claudia Salzmann
Abends gibt es Apéro, Mittags Pasta und am Wochenende Zmorge.
Abends gibt es Apéro, Mittags Pasta und am Wochenende Zmorge.
Claudia Salzmann
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An der Monbijoustrasse 6 wird am Samstag das Petit Couteau ­offiziell eröffnet. Zu Deutsch heisst der Laden kleines Messer, und die Geschwister Fabienne Messerli und ihr Bruder Thomas geben ihm den Namen.

Sie beide, Raymond Glutz, Julia Urbahn und Carlo Salucci wollen ­Menschen beim Kochen inspirieren. «Und wir helfen, aus Mustern auszubrechen und was Neues zu kochen», erklärt Fabienne Messerli.

Dabei setzen sie auf Rezepte von Thomas Messerli. Der 34-Jährige ist Küchenchef im Restaurant Brücke in Niedergösgen und wurde am Montag erneut mit 15 «Gault Millau»-Punkten ausgezeichnet. Seine Schwester erklärt: «Er schreibt das Rezept, wir kochen das Menü und fotografieren es.»

Der Kunde läuft zuerst durch den Laden und entscheidet sich, welches Menüs er kochen will. Zum Beispiel ein Gurkencurry (12.50 Franken für zwei Personen) oder doch lieber ein Bohnenrisotto mit Kalbsspareribs (29 Franken für zwei Portionen)? «Wir mussten uns überlegen, wie wir die Preise berechnen können, damit man bei uns einkauft und nicht ins Restaurant geht», so Messerli.

Sie punkten damit, dass sie einige Produkte vorbereitet haben. Beispielsweise sind die Sparerips vier Stunden im Sous-vide-Verfahren gekocht. Das ermöglichst Hobbyköchen auch nach Feierabend ein aufwendigeres Menü.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Rezepte für zwei Personen ausgelegt und die Mengen auch so verfügbar sind. Während man in den Supermärkten jeweils einen Bund Thymian kaufen muss, kann man hier so viele Zweige aus dem Glas zupfen, wie im Rezepte angegeben sind. Die Betreiber kämpfen damit gegen Lebensmittelverschwendung.

Pasta am Mittag

Die Idee zum Laden hatten aber nicht die Geschwister Messerli, sondern Fabienne und ihr Freund Raymond Glutz auf ihrer Weltreise. So kommt es nicht von ungefähr, dass auch Reisebekanntschaften ein Rezept beisteuern. «Aber auch unsere Kunden können ein Rezept abgeben», sagt Glutz.

Das Ziel: Jede Woche wird mindestens ein neues Rezept aufliegen. Während sie erzählen, blicken sie ein wenig stolz durch den Raum. Innert Wochen haben sie hier umgebaut, auf Bauernhöfen Fenster erhascht und restauriert. So entstand ein Industrielook mit einem Hauch von Grosi-Stil.

In der Mitte des Raumes stehen die Tische mit den Rezepten sowie den dazu benötigten Produkten, und an den Wänden werden andere Dinge feilgeboten: rechts Geschirr in Pastellfarben, Messer aus Münsingen und Sprossen aus Sigriswil. Links steht eine beachtliche Weinauswahl, Bretzeli und Nidletäfeli von Messerlis Mutter, Honig und Bier aus dem Emmental.

«Wir sind überzeugt, dass das Gute nahe ist», so Messerli. Deshalb setzen sie auch auf Zmorgä und Ankebock am Samstag, mit selber gebackener Züpfe, Konfitüre, Butter und Honig.

Das Petit Couteau hat derzeit Ladenöffnungszeiten, und am Mittag gibt es eine Pastabar, geführt von Carlo Salucci. «Die läuft sehr gut», sagt Glutz. Jetzt soll Kundschaft auch wegen der Rezepte oder für einen Apéro oder einen Ankebock vorbeikommen.

Einweihungsfest: Samstag ab 12 Uhr mit Kochevent und Konzert von So & Anders. Eintritt frei.

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