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Gewerbepolizei unterbricht Parkonia-Konzert

Am Donnerstagabend zog die Polizei einem Konzert am Parkonia Open Air im Berner Kocherpark den Stecker - da für verstärkte Veranstaltungen unter der Woche die Bewilligung fehlte.

Es war eine dieser herrlichen Sommernächte, wo das Thermometer selbst um 19 Uhr noch über 30 Grad anzeigte. Dementsprechend verbrachte halb Bern den Donnerstagabend im Freien.

So etwa im Kocherpark an der Effingerstrasse, wo seit dem 7. Juli bereits zum zweiten Mal das Open Air Parkonia stattfindet. Am Donnerstagabend war in diesem Park jedoch nicht nur eitel Sonnenschein. Kurz nach 19 Uhr wurde offenbar ein Konzert von der Gewerbepolizei abrupt abgebrochen, wie der jungfreisinnigen Stadtrat Tom Berger entrüstet tweetet:

Was war jedoch genau vorgefallen? Lag doch eine Festwirtschaftsbewillgung für das Openair seit Anfang Juni vor und war der Anlass bis anhin ohne Zwischenfälle verlaufen.

Eingeschränkte Bewilligung

«Die Orts- und Gewerbepolizei intervenierte gestern Abend im Rahmen einer Kontrolltätigkeiten, weil ein Konzert um 19 Uhr verstärkt wurde», so Norbert Esseiva, Leiter Orts- und Gewerbepolizei Stadt Bern gegenüber Redaktion Tamedia. Da es letztes Jahr relativ viele Probleme wegen Nachtruhestörung in der Nachbarschaft gegeben hätte, sei dieses Jahr in der Bewilligung festgelegt worden, dass Konzerte mit Verstärkung nur am Freitag und am Samstag zwischen 19 und 22 Uhr stattfinden dürfen.

Im Vergleich zu Stadtrat Tom Berger, der in seinem Tweet gleich von «Ballenbern» sprach, sei die Gewerbepolizei mit dem Abbruch des Konzerts grundsätzlich im Recht gewesen, sagt Manuel Michel, Gründer und Veranstalter des Open Airs. «Die E-Gitarre des Musikers, der um 19 Uhr mit seinem sphärischen Sound am Parkonia spielte, war tatsächlich zu laut.» Deshalb habe man sofort reagiert und die Lautstärke kurz nach Konzertbeginn reduziert, so Michel.

Langwieriger Bewilligungsprozess

Der Gewerbepolizei reichte das offenbar nicht und sie liess den Stecker für den kompletten Abend ziehen. Michel prangert nicht dieses Vorgehen an und für sich an, sondern sieht das Problem beim ganzen Bewilligungsprozess für solche Veranstaltungen in der Stadt Bern. Dieser habe im Falle der zweiten Parkonia-Ausgabe ganze sieben Monate gedauert. So seien sie als Veranstalter einige wenige Wochen vor Beginn vor vollendet Tatsachen gestellt worden.

Damit meint er nicht den Umstand, dass verstärkte Konzerte nur am Freitag und am Samstag bewilligt wurden, sondern die zeitliche Einschränkung der Veranstaltungen im Vergleich zum Vorjahr, was mit einer grossen finanziellen Einbusse einhergehe. «Ich wünsche mir seitens der Politik eine Beschleunigung solcher Prozesse, damit eine gemeinsame konstruktive Lösung gefunden werden können.», lautet Michels Appell.

Das grosse Finale des Open Airs am Freitag findet wie angekündigt ohne Einschränkungen statt.

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