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Gebäudeversicherung Bern musste 2011 weniger Schäden decken

Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2011. Sie musste letztes Jahr deutlich weniger Schäden decken als im Jahr zuvor, konnte ihre Reserven aufstocken und machte einen Gewinn von 6,3 Millionen Franken.

Die Gebäudeversicherung Bern musste 2011 deutlich weniger Schäden decken als im Jahr zuvor.
Die Gebäudeversicherung Bern musste 2011 deutlich weniger Schäden decken als im Jahr zuvor.
Walter Pfäffli

Damit hat die GVB ihr Jahresergebnis um fünf Prozent verbessert, wie der Geschäftsleitungsvorsitzende Ueli Winzenried am Freitag in Bern an der Bilanzmedienkonferenz bekanntgab. Deshalb hat die GVB verzichtet, die Prämien zu erhöhen.

Die Schadensumme betrug im Jahr 2011 62,8 Millionen Franken - 14,6 Millionen Franken weniger als im Jahr 2010. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre musste die GVB pro Jahr 136,9 Millionen Franken an Hausbesitzer ausschütten. Winzenried sprach deshalb von einem «sehr guten Versicherungsjahr».

Die GVB hatte weitaus mehr Geld für Feuerschäden (45,2 Millionen Franken) aufzuwenden als für Elementarschäden (17,7 Millionen Franken). Dies trotz der Gebäudeschäden durch die Hochwasser im Berner Oberland vom vergangenen Oktober.

Sorgen macht der GVB, dass gemäss neusten Studien ein alle hundert Jahre vorkommendes Elementarereignis im Kanton Bern nun schon eine Schadensumme von 960 Millionen Franken verursachen könnte. Noch im Jahr 2000 wurde diese Summe auf etwa 350 Millionen Franken geschätzt. Deshalb muss die GVB immer höhere Rückversicherungsprämien zahlen.

Erfolg mit Wetter-Alarm

Erfolg hat die GVB mit ihrem vor sieben Jahren eingeführten Wetter-Alarm per Internet, Radio, SMS oder Fax. Schon 280'000 Personen in der ganzen Schweiz haben den Dienst abonniert, den die Berner gemeinsam mit SF Meteo ins Leben gerufen haben.

Seit dem 1. März ist nun auch die Gebäudeversicherung Zürich Partnerin. Damit sind alle Kantonalen Gebäudeversicherungen an Bord. Freude macht der GVB vor allem, dass die Abonnenten nach Erhalt der Meldungen aktiv werden.

So stellen etwa elf Prozent der Personen ihr Auto unter und vier Prozent verzichten auf unnötige Fahrten. Das zeigen Kundenumfragen.

Zufrieden ist die GVB auch damit, dass sie ihr 1999 gestecktes Ziel erreicht hat, die Zahl der Feuerwehrorganisationen im Kanton Bern zu halbieren. Es sind nun nicht mehr 400, sondern noch 194. Die GVB erhofft sich dadurch mehr Effizienz.

Warten auf Start bei Tochterfirmen

Nach wie vor wartet die GVB darauf, mit ihren zwei neuen, selbständigen Tochtergesellschaften in den Markt für freiwillige Zusatzversicherungen einzutreten. In der Gebäudeversicherung hält die GVB ja ein staatlich gewolltes Monopol.

Noch ist aber vor Bundesgericht eine Beschwerde von privaten Versicherungsgesellschaften gegen die von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) erteilte Betriebsbewilligung hängig. Winzenried machte am Freitag deutlich, dass die GVB von einer Ablehnung der Beschwerde ausgeht.

Die Anliegen der Beschwerdeführer seien politischer Natur und seien im kantonalen Gesetzgebungsprozess längst behandelt worden, sagte er. In einer ersten Phase will die GVB eine Gebäudewasserversicherung anbieten.

SDA/met

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