Gaswerkareal: Energie Wasser Bern darf sanieren wie geplant

Bern

Auf dem Berner Gaswerkareal muss teerölbelastetes Material entfernt werden. Anwohner fürchteten um ihre Sicherheit; das Verwaltungsgericht teilt deren Sorgen aber nicht.

Insgesamt müssen rund 34'000 Kubikmeter belasteten Bodens abgetragen werden.

Insgesamt müssen rund 34'000 Kubikmeter belasteten Bodens abgetragen werden.

(Bild: Archiv/Nicole Philipp)

Die Schutzvorkehrungen bei der geplanten Altlastensanierung auf dem Berner Gaswerkareal sind ausreichend. Zu diesem Schluss kommt das kantonale Verwaltungsgericht und weist die Beschwerde von rund zwanzig Anwohnern ab. Diese wohnen auf der anderen Seite der Aare, wie aus dem am Montag publizierten Urteil hervorgeht. Sie befürchten erhebliche Schadstoff- und Geruchsemissionen durch die Sanierungsarbeiten und verlangen deshalb zusätzliche Schutzmassnahmen.

Das Verwaltungsgericht hält dies – wie zuvor der Regierungsstatthalter und die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion – für unnötig. Ob damit das letzte Wort gesprochen ist, ist offen. Der Entscheid kann ans Bundesgericht weitergezogen werden.

Teure Sanierung

Die Stadt Bern will das Gaswerkareal für rund 30 Millionen Franken dem stadteigenen Energieversorger Energie Wasser Bern (EWB) abkaufen. Das Geschäft kommt im Februar 2020 vors Stimmvolk. Der Boden ist allerdings stark mit Schadstoffen belastet, weshalb EWB unabhängig vom Kaufgeschäft verpflichtet ist, die Altlasten zu sanieren. Insgesamt 34'000 Kubikmeter teerölbelastetes Material soll entfernt werden. Die Kosten für die Sanierung werden auf rund 20 Millionen Franken geschätzt.

Die beschwerdeführenden Anwohner bezweifeln trotz des Aushub- und Entsorgungskonzepts, dass sie sicher sind vor austretenden Schadstoffen und Gasen. Sie verlangen Messstationen in ihrem Quartier. Aus Sicht des Verwaltungsgerichts ist das aber nicht nötig. EWB sehe eine ganze Reihe von Massnahmen dafür vor, die Staub- und Geruchsbelastung möglichst gering zu halten – sowohl in der Baugrube als auch auf dem Aussenareal und beim Abtransport. Dass es im Quartier der Anwohner zu Grenzwertüberschreitungen kommen könnte, lasse sich mit grösster Wahrscheinlichkeit ausschliessen.

hae/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt