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Frauen in Bern solidarisieren sich mit Chileninnen

Rund 250 Frauen demonstrierten am Donnerstagabend gegen Gewalt an Frauen. Sie solidarisierten sich damit mit chilenischen Protesten.

In Chile gehen die Frauen seit Wochen auf die Strasse, um für ihre Rechte zu kämpfen.
In Chile gehen die Frauen seit Wochen auf die Strasse, um für ihre Rechte zu kämpfen.
Andreas Martinez Casares/Reuters

«Und es isch nid mini Schuld.» So sangen rund 250 Frauen am Donnerstagabend vor dem Bundeshaus. Ziel der Aktion: Auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen. Die Demonstrantinnen kritisieren die vielen Fälle von häuslicher Gewalt, wie sie auf dem Infoportal «feminfo» schrieben. Jede zweite Woche verliert dabei in der Schweiz eine Frau ihr Leben.

Die Frauen in Bern sangen auf spanisch, teilweise schweizerdeutsch. Video: Frauenstreikkoordination Bern.

Die Frauen sangen, stampften, zeigten mit dem Finger auf die Täter, teilweise mit verbundenen Augen. Choreographie und Lied gehen auf eine Aktion in Chile zurück. Dort versammelten sich am 25. November anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen hunderte Demonstrantinnen.

Dabei prangerten sie an, dass den Opfern von Vergewaltigungen oft die Schuld daran gegeben werde. Die Frauen skandierten: «Es war nicht meine Schuld – der Vergewaltiger, der bist du».

Das Video, in dem die chilenischen Frauen den Text des feministischen Kollektiv «Las Tesis» singen, verbreitete sich weltweit. Bald folgten Aktionen in Ländern Südamerikas, später auch in europäischen Städten. Am Donnerstag nun erreichte der Protest die Stadt Bern.

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