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Fensterstreit: Bundesgericht rügt die Stadt

Das Verwaltungsgericht muss sich noch einmal mit der Frage befassen, ob im Eisenbahnerquartier Fenster aus Kunststoff konform sind oder nicht. Und die Stadt Bern muss im Quartier kontrollieren, so das Bundesgericht.

Die Liegenschaft Rohrweg 12 im Eisenbahnerquartier. Der Besitzer möchte Kunststofffenster einbauen.
Die Liegenschaft Rohrweg 12 im Eisenbahnerquartier. Der Besitzer möchte Kunststofffenster einbauen.
Beat Mathys

Es ist ein Streit um Fenster, um alte und neue. Der Besitzer der Liegenschaft Rohrweg 12 in der Eisenbahnersiedlung möchte die historischen Holz- durch Kunststofffenster mit aufgesetzten Sprossen ersetzen. Betroffen wären 39 Fenster in der Fassade und zwei Dacherker.

Doch seit der Besitzer im November 2008 eine entsprechende Baubewilligung beantragte, gab es abschlägige Bescheide: unter anderem von der kantonalen und der städtischen Denkmalpflege, vom städtischen Bauinspektorat und im letzten August auch vom kantonalen Verwaltungsgericht. Letzteres hielt fest: Die Kunststofffenster würden einen massiven Verlust an der ursprünglichen Bausubstanz bewirken – unabhängig davon, ob die Veränderung gut sichtbar sei oder nicht. Der Hintergrund: Die rund 300 Häuser der Eisenbahnersiedlung gelten als schützens- oder erhaltenswert. Der Beschwerdeführer machte ökologische Gründe für die Kunststofffenster geltend. Zudem verlangte er «Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht». Denn er stellte fest, dass in Dutzenden Liegenschaften im Quartier, darunter auch städtischen, längstens Fenster aus anderen Materialien eingebaut sind. Die Stadt akzeptiere dutzendfach, was man ihm verbieten wolle.

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