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Experten unterstützen neue Tramlinie Köniz-Ostermundigen

Das geplante Tram Region Bern erhält Unterstützung von Experten aus Zürich. Nach einem Gutachten der ETH und eines Ingenieurbüros ist die Umstellung der Buslinie zwischen Köniz und Ostermundigen auf einen Trambetrieb sinnvoll. Auch die Kosten wurden gut geschätzt.

Quelle: Telebärn

Die Kostenprognose von 550 Millionen Franken sei realistisch und bewege sich im üblichen Rahmen, heisst es im Gutachten zum Vorprojekt «Tram Region Bern». Der Expertenbericht wurde am Montag den Medien präsentiert.

Wegen der Grösse und Komplexität hatten die Verantwortlichen im Januar beschlossen, das Vorprojekt von Experten überprüfen zu lassen. Damals wurde die Kostenschätzung von 260 auf 550 Millionen Franken erhöht. Dazu kommt ein Zuschlag von 20 Prozent für unvorhersehbare Risiken.

Das Gutachten bestätige die bisherigen Projektierungsarbeiten, sagte Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer vor den Medien. Verglichen mit anderen Tramprojekten in der Schweiz liege das Tram Region Bern bei den Kosten laut dem Gutachten in einem plausiblen Bereich.

Verschiedene Etappen möglich

Ein Verzicht auf Projektteile, um die Kosten zu senken, sei zwar grundsätzlich denkbar, sagte ETH-Professor Ulrich Weidmann. Allerdings wären solche Abstriche mit beträchtlichen Nachteilen für die Qualität des Verkehrs und die politische Akzeptanz verbunden. Die gewählte Linienführung ist nach Ansicht der Experten ebenfalls richtig.

Etwas finanzielle Entspannung könnte eine sinnvolle Etappierung des Bauvorhabens bringen. Grundsätzlich sei etwa die Realisierung der Tramlinie auf dem Könizer Ast weniger dringend als in Ostermundigen. Überdies könnten auch die Abschnitte Rüti und Schliern später realisiert werden.

Weitere Abklärungen sind laut dem Gutachten nötig bei der Frage nach einer zweiten Tramachse in der Berner Innenstadt. Dadurch würden aber die weiteren Planungen für das Tram Region Bern nicht verzögert.

Überholen an Haltestellen

Ohne Verzicht auf Teilabschnitte halte sich das Sparpotenzial in Grenzen, heisst es im Bericht. Abstriche könnte man etwa beim Ausbaustandard der Haltestellen machen. Einer solchen Massnahme stehen aber die Verantwortlichen des Kantons und der betroffenen Gemeinden kritisch gegenüber. Sie wollen auf Überholmöglichkeiten für den Auto- und Veloverkehr nicht verzichten.

«Wir werden alle Anregungen des Gutachtens genau prüfen und in das Bauprojekt einfliessen lassen», sagte Regierungsrätin Egger- Jenzer. Zurzeit sei noch offen, wann welcher Teilabschnitt oder die ganze Linie in Betrieb genommen werden könne. Fest stehe nur, dass der Bau im Jahr 2014 beginnen solle.

Für die neue Planungsphase wolle der Kanton in den nächsten Wochen die Mittel zur Verfügung stellen. Die Gemeinden Ostermundigen, Köniz und Bern würden anschliessend ihrerseits bis im Herbst ihren Anteil an den Planungskosten in den jeweiligen Parlamenten zur Diskussion stellen.

Überprüft haben die Kostenschätzung und die Planung Gutachterteams der ETH Zürich und des Ingenieurbüros ewp aus Effretikon ZH. Das Tram Region Bern soll die bestehende, zum Teil überlastete Bernmobil-Buslinie 10 von Köniz nach Ostermundigen ersetzen.

SDA/mau

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