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Eine zweite Akademie für den Schweizer Handball

Daniel Weber hört im Sommer 2020 als Sportchef des BSV Bern auf und widmet sich dem Nachwuchs.

Daniel Weber (rechts) wird seinen neuen Posten ab 1. Januar 2020 übernehmen.
Daniel Weber (rechts) wird seinen neuen Posten ab 1. Januar 2020 übernehmen.
Raphael Moser

Seit Sommer 2018 steht in Gümligen mit der Ballsporthalle eine der modernsten Handball-Arenen der Schweiz. Ab Mitte 2020 werden die Trainings der zweiten Schweizer Akademie für männlichen Nachwuchs neben jener in Schaffhausen dort stattfinden. «Unser ambitioniertes Ziel wird es sein, Talente westlich von Zürich, die älter als 15 Jahre sind, zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, hier den Sprung in den Spitzenhandball zu schaffen. Dies im Einklang mit ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung», sagt Daniel Buser, der Präsident von Sport for Kids.

Hinter diesem Namen verbirgt sich die Stiftung Jugendförderung Berner Handball, die ab sofort unter der neuen Bezeichnung auftritt. Die Stiftung, unter deren Dach die Akademie betrieben wird, steht dem BSV Bern nahe, ist aber organisatorisch von ihm unabhängig. Und sie erhält einen neuen Geschäftsführer. Einen, den man in Berner Handball bestens kennt, der seit dem Jahr 2000 der BSV-Vereinsführung angehört.

«Geniale Möglichkeit»

Daniel Weber wird den Posten ab 1. Januar 2020 übernehmen. Daher wird er im nächsten Sommer nach 19 Jahren seine Funktion als Sportchef aufgeben. «Es ist eine geniale Möglichkeit, hier in Bern etwas für den Handball-Nachwuchs zu tun. Und auch Kinder zum Sporttreiben zu bewegen», sagt der 60-Jährige. Unter Webers Verantwortung fallen neben der Akademie auch die zahlreichen polysportiven Kindersportkurse, die jetzt bereits unter dem Dach der Stiftung durchgeführt werden. Doch jede Veränderung hat zwei Seiten.

«Ich fühle mich den Spielern und dem BSV nach wie vor sehr verbunden und habe eigentlich nicht vorgehabt, in nächster Zeit als Sportchef zurückzutreten», sagt Weber. Die Chance, die neue Aufgabe zu übernehmen, habe er sich jedoch nicht entgehen lassen wollen. «Ich kenne mich in der Handballszene aus, kann meine Managementkenntnisse einsetzen und strategische Entscheide fällen. Und das im Dienste von Kindern und Jugendlichen. Sport kann eine Schulung fürs Leben sein», sagt er. Die Spieler, die in der Akademie trainieren, sollen in der Meisterschaft weiter für ihre Stammvereine zum Einsatz kommen; ein Wechsel zum BSV Future Bern ist nicht Bedingung für eine Aufnahme.

Jüngerer Nachfolger

Wer Weber als Sportchef des BSV Bern nachfolgt, soll etwa Mitte Januar bekannt gegeben werden. Angestrebt wird, die Position mit einer gegenüber Weber klar jüngeren Person zu besetzen. Diese wird nicht alleine verantwortlich sein. Seit drei Jahren besteht bei den Bernern eine Sportkommission, die alle Entscheide über die Verpflichtung von Spielern fällt. Ihr gehören neben Weber die früheren BSV-Spieler Lukas Magnaguagno und Benjamin Echaud, Daniel Arn sowie die beiden Trainer Aleksandar Stevic und David Staudenmann an.

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