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Eine Schlägerei, drei Sichtweisen

Wegen versuchter schwerer Körperverletzung bei einer Schlägerei im Berner Bollwerk steht ein 30-Jähriger vor Gericht.

Tatort Bollwerk: Hier kam es 2012 zu einer Schlägerei. Jetzt soll vor Gericht geklärt werden, was im Oktober 2012 geschehen war.
Tatort Bollwerk: Hier kam es 2012 zu einer Schlägerei. Jetzt soll vor Gericht geklärt werden, was im Oktober 2012 geschehen war.
Stefan Anderegg

Es ist ein Puzzle aus unterschiedlichen Wahrnehmungen, welches das Regionalgericht Bern-Mittelland zusammensetzen muss. Die drei Wahrnehmungen einer Schlägerei im Bollwerk in der Stadt Bern stammen von drei Männern, die am Montag ihre Aussagen gemacht haben. Zum einen das mutmassliche Opfer: ein abgewiesener Asylbewerber, der nur noch wegen dieses Prozesses in der Schweiz bleiben darf und nicht einmal das Geld fürs Bahnbillett vom Durchgangszentrum ins Amthaus aufbringen kann. Zum anderen der mutmassliche Täter: ein 30-jähriger Schweizer mit Migrationshintergrund, der sagt, er habe in jener Nacht im Oktober 2012 gar nichts gemacht, ausser sich gewehrt. Und schliesslich der Zeuge: ein Polizist, der in ebendieser Nacht zufällig gesehen hat, wie der Täter dem Opfer mit dem Fuss ins Gesicht stampfte.

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