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Die Stadt Bern muss dringend über die Bücher

Finanzdirektor Michael Aebersold (SP) wird unangenehme Fragen zu beantworten haben – zu Recht. Der Kommentar von Redaktor Benjamin Bitoun zum Rechnungsdefizit der Stadt Bern.

Eine Stadt, die in die roten Zahlen rutscht, die Steuereinnahmen bei den Firmen um 25 Prozent eingebrochen – und ein Finanzdirektor, der ahnungslos ist, wie es dazu kommen konnte: Das städtische Wahljahr beginnt mit einem regelrechten Knall. Im Herbst will Finanzdirektor Michael Aebersold (SP) seinen Gemeinderatssitz verteidigen. Dieses Unterfangen wäre ihm letztes Jahr, als er noch einen satten Überschuss präsentieren konnte, sicher leichtergefallen als jetzt, wo er ein Defizit und ein Sparpaket zu verantworten hat. Aebersold wird sich für seine Finanzpolitik deshalb unangenehmen Fragen stellen müssen – und das zu Recht.

Er muss sich den Vorwurf gefallen lassen, in seiner bis­herigen Amtszeit zu sorglos gewirtschaftet zu haben. Die jüngsten Überschüsse kamen vor allem zustande, weil erstens dringend nötige Investitionen in die städtische Infrastruktur hinausgezögert wurden. Zweitens fielen die Steuereinnahmen jeweils höher aus als erwartet.

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