Bern

Die Stadt Bern bekommt eine «Tschäppätstrasse»

BernEine bisher namenlose Verbindung zwischen Papiermühle- und Bolligenstrasse soll zur «Tschäppätstrasse» werden. Damit will die Stadtregierung die beiden ehemaligen Stadtpräsidenten ehren.

<b>Zu Ehren von Alexander und Reynold Tschäppät</b> wird es in Bern bald eine «Tschäppätstrasse» geben.

Zu Ehren von Alexander und Reynold Tschäppät wird es in Bern bald eine «Tschäppätstrasse» geben. Bild: Beat Mathys/Keystone

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Die Berner Stadtregierung hat beschlossen, eine Strasse nach den beiden ehemaligen Stadtpräsidenten Reynold und Alexander Tschäppät zu benennen. So benannt wird eine bisher namenlose Verbindung zwischen Papiermühle- und Bolligenstrasse entlang der Grossen Allmend.

Diese bisher namenlose Verbindung zwischen Papiermühle- und Bolligenstrasse wird bald zur «Tschäppätstrasse». Quelle: Google Streetview

Wie der Berner Gemeinderat am Dienstag mitteilte, will er die «herausragenden Verdienste» der beiden ehemaligen Stadtpräsidenten in einer Umgebung ehren, welche beide massgeblich beeinflussten.

Reynold Tschäppät (1917 - 1979) begleitete als Stadtpräsident den Bau des neuen Eisstadions, das im Jahr 1967 eingeweiht wurde. Auch sorgte er dafür, dass der Schlittschuhclub Bern am 28. November 1970 sein erstes Meisterschaftsspiel im überdachten Stadion austragen konnte, das nun Postfinance-Arena heisst.

Alexander Tschäppät (1952 - 2018) weihte als Stadtpräsident 2005 das neue multifunktionale Stade de Suisse Wankdorf und 2009 die totalsanierte Postfinance-Arena ein. Er habe auch die Fussball-Europameisterschaft von Sommer 2008 und die Eishockey-Weltmeisterschaft von 2009 in die beiden Stadien geholt, schreibt der Berner Gemeinderat.

Beide Stadien befinden sich neben der Grossen Allmend, also in der Nähe der künftigen «Tschäppätstrasse».

Alexander Tschäppät erlag Anfang Mai 66-jährig einem Krebsleiden. Er war Ende 2016 nach zwölf Jahren als Stadtpräsident abgetreten. Alexander Tschäppäts Vater Reynold war Berner Stadtpräsident von 1966 bis zu seinem Tod 1979. (chh/sda)

Erstellt: 10.07.2018, 12:09 Uhr

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