Die neue Miss BEA heisst Petra

Bern

Zum 29. Mal hat am Freitag die Fleckvieheliteschau an der BEA stattgefunden. Die Simmentaler Kuh Petra aus Lauenen bei Gstaad holt sich den Titel der Miss BEA.

Die neue Miss BEA heisst Petra. Für ihre Halter Stephan und Jonathan Perreten ist es der erste Sieg in Bern.

Die neue Miss BEA heisst Petra. Für ihre Halter Stephan und Jonathan Perreten ist es der erste Sieg in Bern.

(Bild: Urs Baumann)

Volle Tribüne am Freitagn in der grossen Arena an der BEA: Gespannt warten die Besucher auf die Prämierung der Tiere der 29. Bernischen Fleckvieheliteschau. Das Finale, die Wahl zur Miss BEA, ist der Höhepunkt der Veranstaltung. Aus den vorher noch 125 Anwärterinnen auf den Titel haben es acht Kühe in das Finale geschafft – aber nur eine kann Miss BEA 2015 werden.

Der BEA-Sieg, für die Bauern ein Bubentraum

Einige der Finalistinnen werden mittlerweile ein wenig ungeduldig und tanzen prompt aus der Reihe. Mit etwas Schubsen und Ziehen durch ihre Besitzer stehen aber schliesslich alle Kühe wieder an Ort und Stelle. Und somit kann die Verkündung der Siegerin losgehen. Mit einem kleinen Klaps auf den Hintern des entsprechenden Tiers, signalisiert der Richter den Teilnehmern und dem Publikum den Entscheid. Seine Hand bleibt auf der Nummer 69 liegen. Die Siegerin steht fest: Die neue Miss BEA heisst Petra, eine Simmentaler Kuh aus Lauenen bei Gstaad.

Bereits vor zwei Wochen haben sich Jonathan und Stephan Perreten mit der vierjährigen Petra den Titel an der Simmentaler-Reinzucht-Ausstellung in Thun geholt. Für die Brüder sei aber der Sieg an der BEA-Eliteschau der bisher grösste Erfolg, seit sie Viehzucht betrieben, sagt Jonathan Perreten. Die beiden besuchen seit rund zehn Jahren mit ihren Tieren die BEA. «Hier zu gewinnen, ist ein Bubentraum, der wahr wird», so sein Bruder Stephan Perreten.

Verdiente Ferien für die zweifache Siegerin

Die Simmentaler Kühe zeichnen sich vor allem durch ihren gemütlichen Charakter aus. Petra hat aber noch ein anderes markantes Merkmal: ihre grossen und prächtigen Hörner. Viele andere Kühe an der BEA haben keine Hörner mehr. «Hätte unser Vieh keine Hörner, würden wir wohl nicht bauern», sagt Stephan Perreten, «Hörner sind ein Schmuckstück und gehören zu einer Kuh.»

Seit Januar hat das Trio rund sieben Viehschauen besucht, gestresst scheint Petra aber nicht zu sein. «Die Tiere gewöhnen sich rasch an das Prozedere, und man merkt, wenn sie sich nicht wohl fühlen», so Jonathan Perreten. Für die Dame stehen aber trotzdem lange Ferien bevor. Sie wird in wenigen Wochen die Alp beziehen und dort bis Herbst verweilen.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt