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Die CVP lanciert eine Petition gegen die Hüttendorfzone

Die Hüttendorfzone im Westen Berns wird zum Wahlkampfthema: Die CVP lanciert eine Petition, laut der die Schaffung einer solchen Zone in Riedbach sofort abzubrechen ist. Die Petitionsbogen werden nächste Woche in Bümpliz und in Bethlehem verteilt.

Auf diesem Gelände in Bern-Riedbach soll die Zone für Wohnexperimente entstehen.
Auf diesem Gelände in Bern-Riedbach soll die Zone für Wohnexperimente entstehen.
Jürg Spori

Der Widerstand in Berns Westen ist gross: Quartiervereine und Anwohner wehren sich gegen die geplante Hüttendorfzone in Riedbach. In einer sogenannten Zone für Wohnexperimente sollen auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern ab 2014 Gruppierungen wie die Stadtnomaden oder die Stadttauben legal ihre Bauten errichten und wohnen dürfen. Dass dieses heikle Thema im Wahljahr für Zündstoff sorgen wird, war absehbar. Nun lanciert die CVP dazu eine Petition. Sie fordert, die Schaffung einer solchen Zone in Riedbach sofort abzubrechen. Voraussichtlich am Mittwoch wird die Petition in alle Haushalte in Bümpliz und Bethlehem verteilt. Zudem sind Strassenaktionen geplant, wie Parteipräsident Michael Daphinoff sagt. «Es ist verfehlt, irgendwelchen Gruppen entgegenzukommen, die sich fortgesetzt illegaler Methoden bedienen, um ihre Sonderwünsche auf Kosten der Allgemeinheit durchzusetzen», schreibt die CVP in ihrer Petition. Der Parteipräsident präzisiert: «Wir schliessen eine solche Zone im Westen von Bern aus. Allerdings müssen wir uns mit alternativen Wohnformen arrangieren und eine Lösung für diese Bevölkerungsgruppen finden.» Miete und Wasser bezahlen Die Gruppierungen sollen «keine Sonderrechte haben, nur weil sie sich frech genug um die Regeln foutieren.» Kein Problem hätte die CVP mit der Nutzung der Grundstücke durch die betroffenen Gruppierungen zu den gleichen Bedingungen wie andere Stadtbewohner auch. «Sie sollen Mietzinsen, Anschlüsse, Wege und Wasser selber bezahlen wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger auch», findet Daphinoff. «Dafür braucht es keine geschenkte Sonderzone aus Steuergeldern.»

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