Die Cancellara-Brücke muss weg

Ittigen

Die Gemeinde will das Gebiet rund um die RBS-Station Ittigen umgestalten.

Der Verkehr soll hier künftig flüssiger werden.

Der Verkehr soll hier künftig flüssiger werden.

(Bild: Raphael Moser)

Pia Scheidegger

Heute ist die Verkehrsbelastung bei der RBS-Station Ittigen hoch. Vor ein paar Jahren noch war die Situation bei der Station Papiermühle ähnlich, eine Sanierung hat den Verkehr dort jedoch mittlerweile verflüssigt. «Sogar wenn es während Stosszeiten Stau gibt, löst sich dieser schnell auf», sagt Gemeindepräsident Marco Rupp.

Nun nimmt die Gemeinde auch das Gebiet rund um die Station Ittigen in Angriff. Sie plant einen neuen Knoten in Form eines Kreisels beim Kreuzungspunkt Worblentalstrasse / Talweg / Untere Zollgasse. Der Verkehr soll selbstständig zirkulieren und nur noch während der Durchfahrten der RBS-Züge von einer Lichtsignalanlage geregelt werden.

Mehr Platz für Velofahrende

Die Strassen werden im Rahmen des Projekts saniert und umgebaut. Allgemein soll die Erneuerung die Sicherheit für Radfahrende und Fussgänger verbessern. Das bedeutet auch: mehr Platz. Deshalb sind Gehwege und Trottoirs geplant, die direkt an die neue RBS-Station heran­führen. Zusätzliche Fahrradabstellplätze sollen dazu beitragen, dass das Gebiet velofreundlicher wird.

Die Planung umfasst ebenfalls einen Rückbau der Cancellara-Brücke. Der RBS-Bahnhof soll nämlich vom Talgutzentrum künftig ebenerdig über eine Lift- und Treppenanlage erreichbar sein. Der RBS wird das Perrondach sanieren und eine neue Unterführung bauen. Die Um­gebung ist nur geringfügig von der Umgestaltung betroffen. Mit Ausnahme des Talgutzentrums. Mit dem Projekt wird der Grundstein für eine Erneuerung des Einkaufszentrums gelegt. «Wir haben unsere Pläne mit denjenigen des Talgutzentrums koordiniert», sagt Rupp.

Das Volk stimmt ab

Der Kreisel ist nur der Beginn einer grösseren Entwicklung des Gebiets rund um das Talgutzentrum. Verbunden damit ist auch eine Reduktion des Tempos von 40 auf 30 auf dem Talweg und der Unteren Zollgasse. «Wir hoffen, damit diese regional be­deutende Achse etwas zu ent­lasten», so Rupp.

Die Kosten für das Projekt schätzt die Gemeinde auf rund 10,7 Millionen Franken. Sie sieht vor, dass Bund und Kanton im Rahmen des Agglomerationsprogramms einen Teil mitfinanzieren. Damit die Finanzierung verbindlich vereinbart werden kann, muss ein rechtskräftiger Finanzierungsbeschluss der Gemeinde vorliegen. Am 28. November kann deshalb das Stimmvolk an der Gemeindeversammlung über die Um­gestaltung abstimmen.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt