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Die Bank der Bernburger schwimmt im Geld

Der DC Bank flossen im vergangenen Jahr Gelder in der Höhe von 46 Millionen Franken zu. Im Unterschied zu früher ist das für die Banker heute kein Grund zur Freude.

Bankchef Peter Vonlanthen (links) und Bankratspräsident Manuel Frick.
Bankchef Peter Vonlanthen (links) und Bankratspräsident Manuel Frick.
zvg

Die Hausbank der Bernburger – die DC Bank – kämpft mit den Folgen der Tiefzinspolitik der Nationalbank. Im vergangenen Jahr flossen der Bank 46,5 Millionen Franken an Neugeldern zu. Ein Teil der Kunden hat Gelder von anderen Banken zur DC Bank gebracht, dies weil Erstere im Gegensatz zur DC Bank auf grossen Beträgen Negativzinsen verlangen.

Gegen Opportunisten

Dieses taktische Verhalten lässt die Bank indes nur bei langjährigen Kunden zu. «Die fällig werdenden Negativzinsen buchen wir bei ihnen als Marketingausgaben ab», sagt Bankchef Peter Vonlanthen. Doch Gelder von Neukunden, die ihr Vermögen vorübergehend bei der DC Bank parkieren möchten, weist sie ab.

Einen Teil der Neugelder hat die Bank verwendet, um das Hypothekarwachstum zu finanzieren. Dafür setzte die Bank 16,4 Millionen Franken ein. Den Grossteil der zusätzlichen liquiden Mittel parkierte sie bei der Nationalbank.

Ab einer Freigrenze werden dafür Negativzinsen von –0,75 Prozent fällig. Laut Vonlanthen wendet die Bank für die Bezahlung der Negativzinsen und für Absicherungen, die als Folge der Tiefzinspolitik notwendig wurden, im Jahr rund eine Million Franken auf.

Der Chef warnt

Die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt bereitet Peter Vonlanthen Sorgen: «Die Preisentwicklung bei Renditeliegenschaften läuft in eine Richtung, bei der es surreal wird», sagt er. Er gibt zu bedenken, dass rund ein Drittel des Hypothekarvolumens in der Schweiz von 1000 Milliarden Franken in sogenannte Renditeobjekte geflossen sei. Ein Alarmzeichen sei, dass in der Schweiz derzeit fast 80'000 Wohnungen leer stünden.

Vonlanthen betont, dass die DC Bank bei dieser Entwicklung nicht mitmache: «Bei solchen Geschäften sind wir äusserst zurückhaltend oder gar nicht am Markt», sagt er. Trotz allem seien Immobilien als Investitionsobjekte nach wie vor gesucht. Auch bei Kunden der DC Bank.

Kadermann tritt ab

Unter dem Strich verzeichnete die DC Bank einen Gewinn von 2,9 Millionen Franken. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 3,4 Millionen Franken.

Personell kommt es Ende Jahr zu einer Veränderung. Das langjährige Geschäftsleitungsmitglied Josef Meyer wird im Dezember 63 Jahre alt und lässt sich per Ende Jahr pensionieren. «Die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin läuft», sagt Verwaltungsratspräsident Manuel C. Frick.

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