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Deutlich weniger Feinstaub dank Feuerverbot

Am 1. August wurde in Bern weniger Feuerwerk gezündet. Das hat sich merklich in den Feinstaubwerten niedergeschlagen.

Da kein Feuerwerk auf dem Gurten stattfand, waren die Feinstaubwerte deutlich tiefer.
Da kein Feuerwerk auf dem Gurten stattfand, waren die Feinstaubwerte deutlich tiefer.
Keystone

Kein Feuerwerk auf dem Gurten, kaum buntes Leuchten und lautes Knallen: Die Stadt Bern hat im Vergleich zu früheren Jahren einen ruhigen und unaufgeregten Nationalfeiertag hinter sich. Dies war absehbar, so war die vorherrschende Dürrezeit und die damit einhergehende Brandgefahr im ganzen Kanton während Tagen ein Thema in den Medien. Migros Aare und Coop hatten den Verkauf von Feuerwerk eingeschränkt oder ganz eingestellt.

Dementsprechend waren die Feinstaubwerte in der Stadt deutlich tiefer als in anderen Jahren, wie Ralf Maibusch, Leiter Stadtlabor Bern, bestätigt. Zum Vergleich: Vor einem Jahr, als es ­keine Einschränkungen beim Abbrennen von Feuerwerk gab, betrug der Spitzenwert um Mitternacht 136 Mikrogramm pro Kubikmeter. Dieses Jahr stieg dieser nie über 60.

Der Wind hilft

Jahr für Jahr steigt am 1. August spätabends die Feinstaubbelastung sprunghaft an. Dies war auch vorgestern der Fall – mit 60 Mikrogramm pro Kubikmeter jedoch in bescheidenem Umfang. Zum Vergleich: Am späten Abend des 31. Juli – also einem ganz normalen Sommerabend – lag gemäss Maibusch der Spitzenwert bei 19 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Die erhöhten Feinstaubwerte sind auch nicht von langer Dauer. «Nach zwei bis drei Stunden, spätestens aber am frühen Morgen des 2. August, haben wir in Bern wieder normale Werte», sagt Maibusch. Der Wind verteile den Feinstaub ziemlich zügig, sodass sich dieser verdünne.

Generell sei der Feinstaub eher im Winter ein Problem als im Sommer, meint der Leiter des Stadtlabors. Grund dafür sei die sogenannte Inversionswetterlage. Dabei fällt die Lufttemperatur bei steigender Höhe nicht, sondern sie steigt an. So gibt es keinen Luftaustausch mehr, und die schmutzige Luft wird, wie bei einem Kochtopf, zugedeckelt. Dann kann es vorkommen, dass die Feinstaubbelastung tagelang erhöht bleibt.

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