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Der Selektionsentscheid ist für die Lehrkräfte belastend

Die hohe Übertrittsquote in die Sekundarschule in der Gemeinde Muri hat ihren Preis: Die Lehrpersonen geraten oft unter Druck der Eltern. Eine Frage der Intelligenz sei die hohe Quote nicht, sagt Schulleiter Roland Näf.

Die Zufälligkeit des Sekübertritts wurde bereits 2008 im Grossen Rat diskutiert: Roland Näf (SP, Muri) kritisierte die Selektion schon damals.
Die Zufälligkeit des Sekübertritts wurde bereits 2008 im Grossen Rat diskutiert: Roland Näf (SP, Muri) kritisierte die Selektion schon damals.
Andreas Blatter
Der Lauperswiler Schulleiter Heinz Wittwer  erkennt keinen Handlungsbedarf: Seine Realschüler erreichen ein gutes Leistungsniveau.
Der Lauperswiler Schulleiter Heinz Wittwer erkennt keinen Handlungsbedarf: Seine Realschüler erreichen ein gutes Leistungsniveau.
Hans Wüthrich
Bernhard Pulver, Bildungsdirektor des Kantons Bern.
Bernhard Pulver, Bildungsdirektor des Kantons Bern.
Stefan Anderegg
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In der Berner Vorortsgemeinde Muri ist die Übertrittsquote in die Sekundarschule beinahe doppelt so hoch wie jene in Lauperswil. Gehen in Muri doppelt so viele intelligente Kinder zur Schule wie im Emmental? «Nein», winkt der Muriger Schulleiter Roland Näf ab, «aus Studienergebnissen wissen wir, dass die Übertrittsquote keine Frage der Intelligenz ist.» Warum die Quote in der urbanen Gemeinde Muri so hoch ist, hat Näf nicht ergründet. Die Forschung zeige aber, dass Schulerfolge beziehungsweise Selektionsentscheide stark abhängig seien von der sozialen Zugehörigkeit der Eltern. Konkret: In Muri ist das Bildungsniveau der Eltern ein starker Faktor.

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