Das «Rössli» geht wieder auf

Boll

Seit Dezember steht das «Rössli» in Boll leer. Doch das ändert sich bald: Sven Peier und Martin Ruch eröffnen in den nächsten Tagen eine neue Beiz.

Noch sind die Möbel in der Gaststube in Plastik verpackt, und Stromer erledigen die letzten Arbeiten an der Elektrik. Doch Sven Peier ist zuversichtlich, dass er das «Rössli» am 15. Juli eröffnen kann. Er übernimmt den Gasthof in Boll, nachdem die Schnitzelscheune vergangenen Dezember hat schliessen müssen.

Seit zehn Jahren lebt Sven Peier in Boll. Das «Rössli» wird für ihn der erste eigene Betrieb sein. Ein Sprung ins kalte Wasser wird es für ihn aber trotzdem nicht: Der 29-Jährige führt nicht nur seit vergangenem Sommer die Bar des Gasthofes, sondern hat auch eine Lehre im Gastro­bereich absolviert.

Hilfe vom Freund

Ein eigenes Restaurant zu führen, sei nie das primäre Ziel von Sven Peier gewesen. Dass er nun das «Rössli» übernehme, habe sich «einfach so ergeben». Dies, nachdem kein Nachfolger für den Gasthof ist gefunden worden. Und so leitet Sven Peier schon bald ein Restaurant mit 25 Aussen- und rund 75 Innenplätzen. Hinzu kommen eine Kegelbahn und die Bar, die er weiterführen wird. Einen Koch und eine Servicekraft hat er schon angestellt.

Unterstützung erhält er auch von seinem Lebenspartner Martin Ruch. Dieser greift ihm bereits jetzt in der Bar unter die Arme. «So habe ich mittlerweile ­gelernt, eine Stange zu zapfen», sagt der Amtstierarzt. Der Profi sei aber Sven.

Den ganzen Tag geöffnet

Im «Rössli» wollen die beiden eine gutbürgerliche Küche geben. «Alles, was es für eine Dorfbeiz halt braucht», erklärt Sven Peier. Anbieten will er aber auch Spezialitäten, wie beispielsweise das «Tomahawksteak» – 800 Gramm Rindfleisch, das am Knochen gebraten wird.

Anfangs wird es eine kleine Karte geben, damit sie herausfinden, was die Gäste bevorzugen. «Man muss sich mit den Leuten im Dorf arrangieren und das Angebot nach ihren Bedürfnissen ausrichten», sagt Martin Ruch. Künftig wird der Gasthof wieder den ganzen Tag offen sein: vom Znüni über das Mittagsmenü bis hin zum Abendservice. «Es braucht wieder mehr Kontinuität und zuverlässige Öffnungszeiten.»

Turbulente Beizenlandschaft

Nur gerade ein Jahr war die Schnitzelscheune offen. Und auch vorher gab es im «Rössli» zahlreiche Pächterwechsel. Ähnlich geht es anderen Beizen in Boll und Utzigen. Gerade letzte Woche gaben die Betreiber des «Durstigen Bruders» bekannt, dass sie nach nur einem Jahr schliessen müssen. Von der turbulenten Beizenlandschaft lassen sich Sven Peier und Martin Ruch aber nicht abschrecken: «Das Bedürfnis ist da», sagt Martin Ruch. So würden häufig Gäste in der Bar fragen, ob sie im «Rössli» etwas essen könnten.

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