Das Riesen-Quartier nimmt Form an

Niederwangen

Die Überbauung Ried wird immer stärker sichtbar. Am Dienstag wurde mit dem neuen Kreisel das Eingangstor zum entstehenden Quartier mit dereinst 2500 Einwohnern eingeweiht. Im Sommer 2018 sind die ersten Wohnungen fertig.

Eingangstor zur neuen Siedlung. Mit der neuen Kreiselskulptur wird die ­entstehende Überbauung Papillon langsam sichtbar.

Eingangstor zur neuen Siedlung. Mit der neuen Kreiselskulptur wird die ­entstehende Überbauung Papillon langsam sichtbar.

(Bild: Beat Mathys)

Es ist mehr als nur eine Siedlung. Es ist ein komplett neues Quartier, das derzeit im Ried entsteht. Wenn die total rund 1000 Wohnungen auf der grössten zusammenhängenden Baulandreserve der Region Bern dereinst fertig gebaut sind, dann wird sich die Einwohnerzahl von Niederwangen mehr als verdoppeln. Heute zählt der Könizer Ortsteil knapp 2000 Bewohner. Mit dem neuen Quartier kommen stolze 2500 dazu.

Neuer Kreisel als Eingangstor

Noch dauert es knapp ein Jahrzehnt, bis es so weit ist (siehe Grafik). Frühestens 2026 wird das Riesenprojekt abgeschlossen sein, das künftig an idyllischer Hanglage «urbane Wohnatmosphäre mit naturnaher Lebensqualität» verbinden soll, wie es der Prospekt verspricht. Vor Ort deuteten bislang höchstens Kräne darauf hin. Nun nimmt das Quartier jedoch Form an.

Am Dienstag wurde an der Landorfstrasse der neue Kreisel offiziell eingeweiht. Er markiert künftig das Eingangstor zur neuen Siedlung und sorgt dafür, dass die Fahrzeuge in diesem Bereich entsprechend das Tempo drosseln. «Der Kreisel ist für die Erschliessung des Quartiers sehr wichtig», sagte die Könizer Gemeinderätin Ka­trin Sedlmayer (SP). Schliesslich werde dieses in Zukunft einiges an Verkehr anziehen.

Befahren wird der Kreisel bereits seit einigen Monaten. Neu ist jedoch das Kreiselinnere – das fünf Meter hohe Kunstwerk namens «Papillon» des Zürcher Künstlers Alvar Neuenschwander. Die 80 000 Franken teure Skulptur aus Stahl stellt einen Schmetterling dar und verweist damit unverkennbar auf die neue Siedlung. Auch diese trägt den Namen Papillon, weil die Wohnungen der Überbauung in Form eines Schmetterlings angeordnet sein werden.

Die neue Siedlung Papillon. Klicken Sie auf die Grafik, um diese zu vergrössern.

Neuer Strassenname

Der Name ist beim neu entstehenden Quartier Programm. So wurde nebst der Siedlung und der Kreiselkunst vor kurzem auch die Strasse, die durch das Wohnquartier führen wird, entsprechend benannt – und heisst neu Papillonallee. Die Schilder wurden in den vergangenen Tagen in der Umgebung montiert. Künftig wird der Strassenname die Adresse von sämtlichen 1000 Wohnungen zieren. Und nicht nur das: Geplant ist, auch die einzelnen Baufelder nach verschiedenen Schmetterlingsarten zu benennen.

Wie auch immer die Baufelder genau heissen werden: Die ersten rund 120 Wohnungen sind aktuell bereits im Bau und werden im Sommer 2018 bezugsbereit sein. Sie bieten Platz für ungefähr 250 Personen. Laut den Verantwortlichen werden sich die Mieten im «mittleren Preissegment» bewegen. Konkret ist die Rede von etwa 1500 Franken für eine Dreizimmerwohnung.

Schule und Sportanlage

Im neuen Quartier soll dereinst aber nicht nur gewohnt werden. Im denkmalgeschützten Weiler Ried neben der Überbauung wird es unter anderem auch Läden und Cafés geben. Und: Am Rand der Siedlung sollen zusätzlich ein neues Schulhaus, eine Turnhalle und ein Sportplatz entstehen. 2015 veranschlagte der Gemeinderat die Kosten dafür auf rund 25 Millionen Franken. Laut Ka­trin Sedlmayer dürfte der Kredit noch diesen November vors Stimmvolk kommen. Sagen die Könizer Ja, könnte schon nächstes Jahr mit dem Bau der Schulanlage begonnen werden.

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