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Das Plakat des Anstosses

Die Gemeinde Neuenegg hat eine Einwohnerin dazu aufgefordert, ein Plakat zum Frauenstreik von ihrem Balkon abzuhängen – wegen der Verkehrssicherheit. Die Urheberin vermutet andere Beweggründe.

Geraldine Hofmanns Plakat ist den Behörden ein Dorn im Auge.
Geraldine Hofmanns Plakat ist den Behörden ein Dorn im Auge.
Raphael Moser

Als Geraldine Hofmann vor knapp einem Monat zu Pinsel und Papier griff, machte sie sich durchaus ein paar Gedanken. Das Plakat, das sie für den bevorstehenden Frauenstreik bastelte, sollte auffallen. «Ich wollte, dass die Leute es sehen, die vorbeifahren», sagt die 33-Jährige.

Also entschied sie sich für kräftige Farben – lila und hellblaue Lettern, knallroter Hintergrund. Damit das Plakat auch Regen standhalten würde, überzog sie es mit wetterfester Folie. Dann hängte sie es ans Balkongeländer ihrer Wohnung an der Austrasse: «Frauenstreik Neuenegg, 14. Juni». Dass der 168 Zentimeter hohe und 119 Zentimeter breite Aushang jemanden stören könnte? Der Gedanke kam ihr nicht.

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