Zum Hauptinhalt springen

Buess verlässt Murten und zieht nach Sugiez

Die Gemeindeversammlung von Mont-Vully hat eine Grundstücksübergabe an die Murtner Firma Buess AG gutgeheissen.

Die Buess AG muss umsiedeln.
Die Buess AG muss umsiedeln.
Charles Ellena/FN

Das Murtner Traditionsunternehmen Buess möchte auf die andere Seite des Sees umziehen. Am Dienstagabend sprach sich die Gemeindeversammlung von Mont-Vully für die Übergabe eines Grundstücks im Baurecht an die Steinverarbeitungsfirma aus. Die Buess AG muss ihren Standort verlegen, weil ihre Tätigkeit im Merlachfeld nicht zonenkonform ist (siehe Kasten).

Land gehört der Gemeinde

Laut dem zuständigen Gemeinderat David Noyer möchte der Geschäftsführer von Buess das gesamte Unternehmen mit den 15 Mitarbeitern von Murten nach Sugiez zügeln. Der Geschäftsführer von Buess war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. An der Gemeindeversammlung war auch kein Vertreter des Unternehmens anwesend. Bei der Parzelle in Sugiez handelt es sich um ein 4000 Quadratmeter grosses Feld an der Industriestrasse in Sugiez, gegenüber der Vac-Star Verpackungsmaschinen AG. Das Gelände ist Teil eines insgesamt 10'000 Quadratmeter grossen Feldes, das die Gemeinde kürzlich kaufte.

Unternehmen bezahlen für Rohre

Die Abgabe im Baurecht gelte für 50 Jahre, informierte der Gemeinderat die Stimmbürger. Der Preis betrage 5 Franken pro Quadratmeter und Jahr. «Dieser Wert wird regelmässig der Inflation angepasst», antwortete Noyer auf die Frage eines Bürgers. Dies sei auf lange Sicht attraktiver für die Gemeinde als ein Verkauf des Geländes. «Und zusätzlich behalten wir die Kontrolle darüber, was dort passiert, weil wir Besitzer des Bodens bleiben», so Noyer.

Um das Gelände zu erschliessen, muss man noch Rohre für Abwasser und Regenwasser verlegen. Für die insgesamt 110 Meter Kanalisationsrohre erwartet der Gemeinderat Kosten in Höhe von 300'000 Franken. Die Gemeinde werde die Arbeiten mit den Anschlussgebühren finanzieren, welche die Unternehmen wie Buess bezahlen müssen.

Bedauern in Murten

Die anwesenden Bürger sprachen sich einstimmig für die Abgabe des Grundstücks im Baurecht sowie für die Erschliessung mit einer Kanalisation aus.

Die Murtner Vizestadtpräsidentin Ursula Schneider Schüttel (SP) erfuhr erst durch die FN von den Zügelplänen. «Ich bedauere, dass das Unternehmen von Murten wegziehen möchte», sagte sie auf Anfrage. «Gleichzeitig begrüsse ich, dass die Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben.» Urs Luginbühl, einer der Beschwerdeführer gegen die Zonennutzung im Merlachfeld, fragte sich, wie es in Zukunft mit der Liegenschaft weitergeht. «Ein neuer Betrieb muss bewilligungsfähig sein», sagte er. Der Oberamtmann des Seebezirks Daniel Lehmann war für eine Stellungnahme zum Fall nicht erreichbar.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch