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«Brieftübeler» im Visier von Tierschützern

Beim Swiss Sand Derby in Urtenen-Schönbühl flogen Brieftauben um die Wette. Viele kehrten nicht zurück. Tierschützer reichten deshalb gegen den Organisator Strafklage ein.

Kaum ist die Box offen, fliegen die Brieftauben auf, sammeln sich und steuern ihr Zuhause an.
Kaum ist die Box offen, fliegen die Brieftauben auf, sammeln sich und steuern ihr Zuhause an.
Urs Baumann
Hansueli Tschannen mit einer seiner Brieftauben.
Hansueli Tschannen mit einer seiner Brieftauben.
Urs Baumann
Er weiss genau, wann und unter welchen Umständen sie am besten losfliegen und in den heimischen Schlag finden können.
Er weiss genau, wann und unter welchen Umständen sie am besten losfliegen und in den heimischen Schlag finden können.
Urs Baumann
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Hansueli Tschannen öffnet den hölzernen Käfig. Ein Dutzend Brieftauben fliegt hoch. Die Vögel formieren in der Luft einen Schwarm und fliegen zusammen in die Richtung ihres heimatlichen Schlages. Das ist nicht immer so. Manchmal bleiben viele der Tiere auf der Strecke.

Marion Theus, Präsidentin des Vereins Wildtierschutz Schweiz, bezichtigt die «Brieftübeler» deshalb, die hilflosen Tiere an Flugveranstaltungen auszusetzen und wissentlich ihren Tod in Kauf zu nehmen. Dies sei am Swiss Sand Derby im Juli geschehen, wo über 50 Prozent der Brieftauben nicht zurückgekehrt seien und, so vermutet die Tierschützerin, starben. Bei einem Derby werden junge Brieftauben trainiert und zum Schluss für einen Wettflug aufgelassen (siehe Infobox).

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