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Bike-Piste ist umstritten

Gegen die geplante Downhill-Strecke im Ostermundigenwald sind mehrere Einsprachen eingegangen.

Nicht allen Leuten gefällt die Idee einer Downhill-Strecke im Ostermundigenwald.
Nicht allen Leuten gefällt die Idee einer Downhill-Strecke im Ostermundigenwald.
Iris Andermatt

Frustrierte Biker hier, verärgerte Spaziergänger da – so sah die Situation in der Vergangenheit im Ostermundigenwald aus. Nachdem Velofahrer dort immer wieder wilde Hindernisse errichtet und damit Passanten erbost hatten, schritt im Sommer der Gemeinderat von Muri ein.

Sein Plan: der Bau einer Downhillstrecke im Wald extra für die Biker, Kostenpunkt: 25000 Franken. «Wenn alles nach Plan läuft, kann die Strecke im Frühling eröffnet werden», kündigte Gemeinderat Beat Wegmüller (SP) im vergangenen September in dieser Zeitung an.

Dieser Plan dürfte zumindest vorerst jedoch nicht aufgehen, denn gegen die geplante Piste sind fünf Einsprachen eingegangen, wie Christoph Lerch, Regierungsstatthalter Bern-Mittelland, auf Anfrage mitteilt. «Gerügt wird primär der Naturschutz», so Lerch.

Dahinter steckt unter anderem Pro Natura Bern. Die Organisation bestätigt, dass sie gegen das Bauprojekt Einsprache gemacht hat. «Der Einfluss auf die Wildtiere wurde in den Unterlagen zum Bauprojekt überhaupt nicht geprüft», kritisiert Katrin Bieri von Pro Natura Bern. Man befürchte, dass der «bereits stark zerschnittene Lebensraum» der Tiere durch das neue Freizeitangebot weiter eingeschränkt werden könnte.

Ähnlich tönt es beim Berner Jägerverband, der ebenfalls zu den Einsprechenden gehört. «Das betroffene Waldstück ist einer der letzten Rückzugsorte für das Wild in einem ohnehin schon extrem übernutzten Wald», sagt Präsident Lorenz Hess.

Weshalb aber setzen sich die Jäger derart für den Schutz der Tiere ein? In diesem Zusammenhang verweist Hess auf die Verbissschäden an Jungpflanzen. «Diese werden grösser, je mehr die Rehe gestört werden.» Die Wildschäden im Wald wiederum erhöhten den Druck auf die Jäger, mehr Tiere zu schiessen.

Wie die Gemeinde Muri auf den Widerstand reagiert, wird sich zeigen. Man werde die Einsprachen evaluieren und dann das weitere Vorgehen prüfen, sagt Gemeinderat Beat Wegmüller.

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