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Berns Justiz übernimmt Polanski-Fall

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern kümmert sich um die jüngste Anzeige gegen Starregisseur Roman Polanski. Er soll 1972 in Gstaad eine Minderjährige vergewaltigt haben.

Derzeit in der Schweiz: Roman Polanski besucht das Zurich Film Festival. (2. Oktober 2017)
Derzeit in der Schweiz: Roman Polanski besucht das Zurich Film Festival. (2. Oktober 2017)
Ennio Leanza, Keystone
Ihr Fall ist bereits verjährt: «Robin» (rechts) mit ihrer Anwältin in Los Angeles. (15. August 2017)
Ihr Fall ist bereits verjährt: «Robin» (rechts) mit ihrer Anwältin in Los Angeles. (15. August 2017)
Frederick M. Brown/Getty Images, AFP
Inzwischen ist er 80 Jahre alt: Der Filmemacher mit seiner Frau, der französischen Schauspielerin Emmanuelle Seigner, am 27. August 2013 in Paris.
Inzwischen ist er 80 Jahre alt: Der Filmemacher mit seiner Frau, der französischen Schauspielerin Emmanuelle Seigner, am 27. August 2013 in Paris.
Keystone
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Die Berner Justiz befasst sich mit den erneuten Vergewaltigungsvorwürfen gegen den französisch-polnischen Starregisseur Roman Polanski in der Schweiz. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern hat das Übernahmeersuchen der St. Galler Staats­anwaltschaft angenommen.

«Wir haben die örtliche Zuständigkeit zur Behandlung der Vergewal­tigungsvorwürfe gegen Roman Polanski bejaht», sagte Christof Scheurer von der Generalstaatsanwaltschaft gestern auf Anfrage. Der nächste Entscheid liegt in der Hand der regionalen Staats­anwaltschaft Oberland. Sie wird nun abklären, ob der angezeigte Vorfall bereits verjährt ist.

Nach Schweizer Recht möglich

Die neuen Vorwürfe stammen von der ehemaligen deutschen Schauspielerin Renate Langer. Polanski soll 1972 die damals 15-Jährige in einem Chalet in Gstaad vergewaltigt haben. Die 61-Jährige reichte am 26. September im Kanton St. Gallen Anzeige ein. Gemäss der «New York Times», die den Fall publik machte, erstattete sie erst jetzt Anzeige, weil sie ihre inzwischen verstorbenen Eltern nie mit der Sache belasten wollte.

Die gebürtige Münchnerin deponierte ihre Aussagen bei der St. Galler Kantonspolizei, obwohl sie nicht im Kanton wohnhaft ist. Ein solches Vorgehen ist nach Schweizer Recht möglich. Die St. Galler Staatsanwaltschaft schickte danach ein Übernahmeersuchen an die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern. Polanskis Anwälte sehen in der Anzeige den Versuch, Medienrummel zu verursachen. Polanski lebt heute in Paris. Der Schweiz war er, unter anderem durch sein Chalet in Gstaad, stets verbunden.

SDA

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