Berns Abstieg auf Platz neun ist ein kleiner Aufstieg

1'078 Franken pro Kopf bezieht Bern 2020 aus dem nationalen Pott. 94 Franken weniger.

Chantal Desbiolles

Jura, Wallis, Glarus, Uri, Solothurn, Graubünden, Freiburg: Auf den Spitzenpositionen rangieren nach wie vor dieselben Kantone, auch wenn Glarus und Uri die Plätze getauscht haben. Neu reiht sich Neuenburg vor Freiburg an siebter Stelle in die unrühmliche Rangliste derjenigen Kantone ein, die Geld aus dem nationalen Finanzausgleich erhalten. Der Kanton Bern, zuletzt auf Platz 8, macht Boden gut. Das zeigen die Zahlen, die der Bund am Dienstag veröffentlicht und den Kantonen zur Stellungnahme unterbreitet hat.

Neu ist Bern noch neuntgrösster Bezüger und erhält 1,1 Milliarden Franken netto. Wegen der Grösse des Kantons handelt es sich dabei fast um ein Drittel der 3,5 Milliarden Franken netto an Ausgleichszahlungen. Die Unterstützung hat sich damit um 85,8 Millionen reduziert.

Auch auf der anderen Seite der Rangliste hat sich kaum etwas geändert. Auf Zug mit 2685 Franken pro Kopf folgen Schwyz (1420) und Nidwalden (1017), sie zahlen am meisten in den Ausgleichspott ein. Den grössten Betrag entrichtet weiterhin Zürich mit 516,9 Millionen Franken.

5,3 Milliarden Franken werden umverteilt, 61 Millionen mehr als heuer. Diese Grösse geht zurück auf den Entscheid, den das nationale Parlament gefällt hat: die Mindestausstattung anzuheben. Unter dem Ressourcenindex von 70 Punkten nach dem Ausgleich liegen Jura und Wallis. Ihnen wird 2020 die Mindestausstattung garantiert.

Berner Zeitung

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