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Berner Modelabel verschwindet

Nach sechs­ ­Jahren zieht das Berner ­Modelabel Pamb einen Schlussstrich.­ Die Gründerin ­Evelyne Pfeffer ­erklärt, wieso.

Die bodenlangen Röcke, bunten Mäntel und Hosen hängen dicht nebeneinander an den Kleider­stangen. Die Schaufensterpuppen tragen farbenfrohe ­Blusen. Es sind die letzten Kleidungs­stücke des Modelabels Pamb, die zum Verkauf stehen. «Ich war ­immer sehr stolz auf unseren ­Laden», sagt ­Evelyne Pfeffer, eine der Gründerinnen des Modelabels Pamb. Doch nun ist Schluss: Die Boutique im Monbijouquartier wird Ende ­Oktober schliessen.

Ein Bauchentscheid

­«Es war eine Bauchentscheidung», begründet Evelyne ­Pfef­fer, die für den Verkauf und das Marketing zuständig ist, den Schritt. Sie habe schon vor zwei Jahren den Wunsch ­verspürt, einen Neustart zu ­wagen. Der Entscheid, den Betrieb einzustellen, ist relativ kurzfristig gefallen. Die Stoffe für die Herbst-und-Winter-Kollektion für 2018 seien schon eingekauft gewesen, ­er­zählt Pfeffer.

Die heute 32-jährige Evelyne Pfeffer machte eine Lehre als Schneiderin und absolvierte die Textilfachschule. ­Zusammen mit ihren Geschäftspartnerinnen ­Nicole Verbeek und Andrea Streit eröffnete sie 2012 die Boutique an der ­Monbijoustrasse. Andrea Streit verliess das Label zwei ­Jahre später. In einer ersten Phase waren die Gründerinnen von Nebenjobs abhängig, bis sie drei Jahre nach der Eröffnung ganz von ihrem Modelabel ­leben konnten. «Wir waren sehr zu­frieden mit dem Verkauf und konnten die Produktion stetig vergrössern», freut sich Pfeffer. Vom ­Design bis zum ­Prototyp ­kreierten die Frauen alles selber.

«Erfolge bereiten Freude»

Die Kleidungsstücke passten die Schneiderinnen den Kundinnen individuell an. «Pamb steht für zeitlose und ­weibliche Mode», sagt Pfeffer. Das Label produzierte taillenbetonte Schnitte aus hoch­wertigen Stoffen in Berlin und Polen. Die Preise waren dementsprechend hoch.

Evelyne Pfeffer möchte nun eine neue Berufsrichtung einschlagen und eine Fachhochschule oder die Universität besuchen. Jedoch stehe der Studiengang noch nicht fest. Die Matura müsste sie nachholen. ­Ihre ­Ge­schäftspartnerin ­Nicole ­Ver­beek, die sich im Mutterschaftsurlaub ­befindet, will ­dagegen der ­Mode treu bleiben. Bis Ende Oktober sind die Kleider von Pamb zu ­reduzierten Preisen erhältlich. Nachmieterin ist die Web­design-Firma ­Terminal 8.

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