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Berner Galeristin holt internationale Kunst an den Bubenbergplatz

Wo man früher ein ganzes Wohnzimmer kaufen konnte, gibt es nun die passende Kunst dazu: in der ehemaligen Anliker-Filiale am Bubenbergplatz. Für fünf Monate hat sich im leer stehenden Geschäft die Onlinekunstgalerie Da Mihi eingemietet.

Wie überdimensionale Pommes Chips muten die ovalen Messingskulpturen des Italieners Stefano Tondo an, die derzeit im ehemaligen Möbelgeschäft am Bubenbergplatz ausgestellt sind. Tondo ist einer von vier Künstlern, die für fünf Monate die leer stehenden Geschäftsräume der Firma Anliker beleben – auf Einladung der Berner Onlinegalerie Da Mihi. Die Inhaberin Barbara Marbot bewarb sich erfolgreich um die kulturelle Zwischennutzung, «mit der ich internationalen Wind nach Bern bringen und parallel zur Onlinegalerie Erfahrungen mit einer physischen Galerie sammeln möchte», so die Ökonomin.

Das Programm wird ergänzt durch Werke des Franzosen Séverin Krön, des in Deutschland lebenden Franzosen Gildas Coudrais und der Französin Luce de Tetis. «Ich möchte Kunst für ein breites Publikum anbieten», erklärt Marbot. Was sie den Besuchern präsentiert, ist abwechslungsreich: Die aufstrebende Jungkünstlerin Luce de Tetis untersucht mit ihren surrealen Skulpturen Geschlechterkonventionen, Séverin Krön mit seinen Digitalprints technische Errungenschaften und Coudrais auf seinen plakativen Glasbildern den Zustand Deutschlands – etwa, indem er den Reichsadler mit einem Huhn kreuzt.

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