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BDP überholt die SVP, drei Neue im Gemeinderat

Die Stimmberechtigten haben den Gemeinderat neu besetzt. Die BDP wird zur wählerstärksten Partei im Dorf.

Urs Hirschi (BDP), bisher.
Urs Hirschi (BDP), bisher.
zvg
Manuela Hofer (BDP), neu.
Manuela Hofer (BDP), neu.
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Yvonne Thierstein (SVP), neu.
Yvonne Thierstein (SVP), neu.
zvg
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Die Zäziwilerinnen und Zäziwiler stellten am Sonntag ihren Gemeinderat neu zusammen – und dieses Mal hatten sie eine echte Wahl. Anders als vor vier Jahren, als sich lediglich fünf Kandidierende beworben hatten, genau so viele, wie es Plätze in der Behörde zu vergeben gab. Die Folge damals: Wer wollte, der durfte. Im Gegensatz dazu mussten sich die Ortsparteien heuer also ernsthaft messen lassen.

Die BDP schnitt dabei am besten ab. Jene Partei also, die auf den Ebenen weit über der Zäziwiler Ortspolitik zu den Verliererinnen des Sonntags gehörte.

Bei den Ortswahlen schnitten ihre Kandidierenden dagegen glänzend ab. Der Bisherige Urs Hirschi erreichte das beste Resultat, gefolgt von Parteikollegin Manuela Hofer, die neu in die Exekutive einzieht.

Hirschi wertete das Ergebnis als Bestätigung. «Offenbar war ich in den letzten Jahren auf dem richtigen Weg.» Das freue ihn, weil er in die Lokalpolitik eingestiegen sei, «um etwas zurückzugeben».

Die BDP ist neu die wählerstärkste Partei im Dorf – und bricht damit die Vormachtstellung der SVP. Sie hatte bislang drei Sitze im fünfköpfigen Rat inne, künftig sind es nur noch zwei.

Mit Yvonne Thierstein und Jürg Ramseier schafften zwei neue Gesichter den Einzug in den Rat. Eduard Häni, der als einziger SVP-Exponent eine Wiederwahl angestrebt hatte, wurde hingegen abgewählt.

Parteipräsident Markus Schüpbach – der die Wahl ebenfalls verpasste – machte keinen Hehl aus der Enttäuschung über den Sitzverlust. Besonders für Häni tue es ihm leid. Dieser habe als Zuzüger einen schweren Stand gehabt, trotz der guten «Büez», die er geleistet habe.

Bleibt die EVP. Sie ist weiterhin drittstärkste Kraft im Dorf und durch Christoph Iseli in der Behörde vertreten. «Wir sind froh, konnten wir den Sitz halten», sagte Iseli.

Der Wahlsonntag in Zäziwil hat einige Rochaden mit sich gebracht. Die wichtigste Entscheidung allerdings steht noch an: Wer von den Gewählten übernimmt künftig das Gemeindepräsidium?

Dieser Entscheid wird an der Gemeindeversammlung im Dezember gefällt. Am Sonntag hiess es dazu aus allen Parteien: Man werde miteinander reden. Ob es am Ende zu einer echten Wahl kommt?

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