Auf dem Areal der KVA soll neues Quartier entstehen

Bern

Auf dem Areal der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) am Warmbächliweg entsteht nach dem Willen von Stadtregierung und Stadtparlament ein Wohnquartier. Das letzte Wort hat nun das Stimmvolk.

Anstelle der KVA sollen Wohnungen entstehen.

Anstelle der KVA sollen Wohnungen entstehen.

(Bild: Stefan Anderegg)

Auf dem Areal der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) am Warmbächliweg entsteht nach dem Willen von Stadtregierung und Stadtparlament ein Wohnquartier. Das letzte Wort hat nun das Stimmvolk.

Der Berner Stadtrat hat den entsprechenden Zonenplan durchgewinkt. Dieser sieht auf dem Industrieareal, das durch den Bau der neuen KVA im Berner Forsthaus einer neuen Nutzung zugeführt werden kann, dereinst 250 Wohnungen für bis zu 600 Personen vor.

Die Gebäude sollen nach den Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft gebaut werden. Wie von der SP in einem früheren Vorstoss gefordert schreibt der Zonenplan zudem vor, 50 Prozent der Wohnfläche dem gemeinnützigen Wohnungsbau - sprich Wohnbaustiftungen und Wohnbaugenossenschaften - vorzubehalten.

Anträge der GLP, die durch die Erhöhung der Bruttogeschossfläche und der zulässigen Gebäudehöhe von 60 auf 70 Meter eine zusätzliche Verdichtung anstrebte, wurden abgelehnt - ebenso solche aus den Reihen von Links-Grün zur Bereitstellung von preisgünstigem Wohnraum.

Aber auch so sprachen Vertreter von FDP und SVP von einer «völlig überreglementierten Vorlage», die in Richtung Planwirtschaft gehe. Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) zeigte sich einigermassen überrascht über die vielen Anträge und legte dem Rat nahe, diese für eine spätere Projektphase aufzusparen.

Buslinie soll verlängert werden

Das neue Quartier, das im Stadtrat verschiedentlich als «wegweisend» bezeichnet wurde, soll nicht ausschliesslich als Wohnraum dienen, sondern zu einem Teil auch dem Gewerbe offen stehen.

Eine zusätzliche Aufwertung soll das neu entstehende Quartier durch die Offenlegung des bislang unterirdisch verlaufenden Stadtbachkanals erfahren. Ausserdem steht die Verlängerung der künftigen Inselbuslinie bis zur Kreuzung Freiburgstrasse/Warmbächliweg zur Diskussion. Dort ist der Quartierplatz vorgesehen.

Über die Linienführung befindet der Kanton, der Gemeinderat will sich nach eigenem Bekunden aber für eine Verlängerung der Buslinie einsetzen.

Der Zonenplan wurde mit 49 zu 14 Stimmen angenommen. Im September 2012 wird die Umzonung inklusive Kreditvorlage dem Berner Stimmvolk vorgelegt.

js/sda

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