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Attraktiver Bahnhof Ostermundigen soll Boom in der Gegend auslösen

Der Kanton Bern strebt am Bahnhof Ostermundigen einen attraktiven Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs an. Investitionen von 47 Millionen Franken sollen für bessere Umsteigebedingungen und wirtschaftlichen Aufschwung sorgen.

Der Kanton Bern will den Knotenpunkt Ostermundigen entwirren und das Umsteigen am Bahnhof vereinfachen.
Der Kanton Bern will den Knotenpunkt Ostermundigen entwirren und das Umsteigen am Bahnhof vereinfachen.
Andreas Blatter

Heute sind die Wege für Bus- und Bahnkunden lang und umständlich, wie Regierungsrätin Barbara Egger am Freitag vor den Medien festhielt. Das Tram Region Bern bietet Gelegenheit zur Korrektur. Kanton, SBB und die Gemeinde Ostermundigen haben die Planung gemeinsam an die Hand genommen.

Die heutige Unterführung Bernstrasse soll ausgebaut werden, so dass die Tram- und Bushaltestellen direkt unter den Bahngleisen zu liegen kommen und direkt mit diesen verbunden werden. Die bestehende Personenunterführung in der Mitte der Gleisanlagen würde nach Osten verlängert.

Damit erhielten die dort liegenden Quartiere einen direkten Zugang zur S-Bahn. Gleichzeitig plant die SBB, die Perrons zu erhöhen und treppenfreie Zugänge zu bauen.

In einem ersten Schritt wollen der Kanton und die SBB im kommenden Jahr ein gemeinsames Baubewilligungsverfahren nach Eisenbahnrecht einleiten. Parallel dazu wird die Gemeinde - zusammen mit privaten Investoren - Bauprojekte auf den angrenzenden Grundstücken begleiten.

Drittprojekt

Im Rahmen von Tram Region Bern figuriert der öV-Knoten Ostermundigen als so genanntes Drittprojekt, genau wie der Eiger- und der Viktoriaplatz. Die Kosten des öV-Knotens belaufen sich auf rund 47 Millionen Franken; sie sind grösstenteils in den Gesamtkosten von 550 Mio Franken fürs Tram Region Bern enthalten.

Die 47-Mio-Investition am Bahnhof Ostermundigen soll sich vielfach auszahlen, wie Bau- und Verkehrsdirektorin Egger betonte. Sie schätzt die Folgeinvestitionen auf 200 bis 250 Millionen Franken. «Davon profitiert die heimische Bauwirtschaft, und es entstehen Arbeitsplätze.»

Orte wie der Bahnhof Ostermundigen seien ideal, um Raum für wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen, betonte Egger: «An gut durch öffentlichen Verkehr erschlossenen Standorten und nicht auf der grünen Wiese.»

Am Bahnhof Ostermundigen lasse sich also die Erfolgsgeschichte des Entwicklungsschwerpunkts Wankdorf fortschreiben. «Auch dort haben wir mit einer Investition in die Umsteige-Infrastruktur am neuen Bahnhof Wankdorf begonnen.»

SDA/toc

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