An die Urnen für Thurnen 

Gürbetal

Die Gemeinden Mühlethurnen, Kirchenthurnen und Lohnstorf stehen nur noch einen Schritt vor der Fusion.

Der definitive Entscheid über die Fusion der Gemeinden Mühlethurnen (im Bild), Kirchenthurnen und Lohnstorfwird an der Urne am 8. September 2019 gefällt

Der definitive Entscheid über die Fusion der Gemeinden Mühlethurnen (im Bild), Kirchenthurnen und Lohnstorfwird an der Urne am 8. September 2019 gefällt

(Bild: Raphael Moser)

Das Fusionsprojekt Thurnen ist auf gutem Weg. Alle drei Gemeindeversammlungen haben sich am Montagabend für eine Fortführung des Projekts entschieden. Die Resultate fielen überall klar aus. In Mühlethurnen stimmten die über 130 Stimmberechtigten ohne Gegenstimme Ja. In Kirchenthurnen lautete das Ergebnis 61 Ja zu 2 Nein, in Lohns­torf 56 Ja zu 5 Nein. «Das ist super», freut sich Christian Kneubühl (SVP), Gemeindepräsident von Mühlethurnen. Dort führte das Fusionsprojekt nicht zu einer einzigen Wortmeldung.

In Lohnstorf wurde nur Kritik an der Zusammensetzung des Gemeinderats laut. Denn für die ersten beiden Jahre nach der Fusion soll noch der alte Gemeinderat aus Mühlethurnen im Amt bleiben, ergänzt mit den Gemeindepräsidentinnen Lohnstorfs und Kirchenthurnens. Erst dann sollen die ersten gemeinsamen Wahlen stattfinden. 

«Ich kann diese Vorbehalte zwar verstehen», sagt Gemeindepräsidentin Dora Haslebacher (parteilos). Aber man habe sich für eine pragmatische Lösung entschieden. «In dieser Übergangsphase werden noch keine riesigen Geschäfte abgewickelt.»

Entscheid in einem Jahr

Es sei nun wohl bei allen Bürgern angekommen, dass es als kleine Gemeinde immer schwieriger werde, allein zu funktionieren, sagt Kirchenthurnens Gemeindepräsidentin Barbara Zürcher-Wichtermann (parteilos). «Als grössere Gemeinde haben wir einfach mehr Spielraum.»

Der definitive Entscheid wird an der Urne am 8. September 2019 gefällt. Die Fusion käme per Anfang 2020 zustande. Die neue Gemeinde Thurnen mit dem Verwaltungsstandort in Mühlethurnen würde knapp 2000 Einwohner zählen. 

Das jährliche Sparpotenzial bei Behörden und Personal wird auf 150000 Franken geschätzt. Die gemeinsame Steueranlage würde 1,75 bis 1,80 Einheiten betragen – was für Lohnstorf und Kirchenthurnen eine Steuersenkung bedeutet. (rei)

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