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«Als Fussgänger ist Bern nicht auszuhalten»

73 Velofahrer wurden auf der Kornhausbrücke gebüsst. Ähnlich viele Kommentare sind bisher von engagierten Lesern zum Artikel eingegangen. Die Meinungen gehen weit auseinander – sind die Bussen nun gerechtfertigt oder reine Schikane?

Freie Fahrt für freie Velofahrer? Nein. Die Polizei hat diese Woche bei drei Kontrollen auf der Kornhausbrücke insgesamt 132 Velofahrer gebüsst.  Die Gitter, welche  die Polizei  zusätzlich aufgestellt hatte, wurden einfach zur Seite geschoben.
Freie Fahrt für freie Velofahrer? Nein. Die Polizei hat diese Woche bei drei Kontrollen auf der Kornhausbrücke insgesamt 132 Velofahrer gebüsst. Die Gitter, welche die Polizei zusätzlich aufgestellt hatte, wurden einfach zur Seite geschoben.
Stefan Anderegg
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Stefan Anderegg
Sicht von der Kornhausbrücke aus auf den Viktoriaplatz: Zubringerdienst zum Kursaal und ins Beau-Site Spital ist gestattet.
Sicht von der Kornhausbrücke aus auf den Viktoriaplatz: Zubringerdienst zum Kursaal und ins Beau-Site Spital ist gestattet.
Yasmin Ablondi
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Am Verhalten von Velofahrern scheiden sich die Geister. Geht man mit ihnen zu hart ins Gericht, oder sollten sie öfter zur Ordnung gerufen werden? Auf der Kornhausbrücke wurden bisher 73 Velofahrer gebüsst, die sich nicht an die momentan geltenden Regeln halten wollten. «Endlich 'erwischts' in der Stadt Bern auch einmal die Velofahrer», findet beispielsweise BZ-Leserin Bea Habegger. Und mit dieser Meinung steht sie nicht allein.

Die Rolle der Velofahrer wird von vielen kritisch gesehen. «Es wird höchste Zeit diese 'Chaoten' in die Schranken zu weisen», findet unter anderem auch Willi Mosimann. Dass sich Velofahrer ebenso wie Autofahrer an Verkehrsregeln halten sollen, ist eine häufig vertretene Meinung.

Im Gegensatz dazu stellen viele Leser das Verbot in Frage und halten die Bussen für unangemessen. Reto Amsler kommentiert dazu: «Wenn sich so viele Leute nicht daran halten, sollte man überlegen, ob das Verbot überhaupt gerechtfertigt ist.» Andere fassen sich kürzer und bezeichnen die Bussen als «Schikane. Einfach nur pure Schikane», wie etwa BZ-Leserin Esther Wildmann.

Umstrittener Einsatz der Polizei

Auch die Rolle der Polizei sorgt für Diskussionsstoff. «Gute Aktion, Polizei!», findet nicht nur BZ-Leser Marc Fischer. Unterstützt wird er beispielsweise von Michael Hofmann, der findet «als Fussgänger ist Bern nicht auszuhalten (…). Auch deshalb zahle ich Steuern und bin immer dankbar, wenn unsere Polizei auch sinnvolle Bürgerarbeit leistet.» Die Dankbarkeit gegenüber der Polizei hält sich bei anderen Lesern in Grenzen. «Sommerloch nun schon bei der Polizei?», fragt Heiner Gerber, andere bewerten den Einsatz der Polizei ebenfalls als überflüssig und bezeichnen ihn als «Beschäftigungsmassnahme.»

Pragmatischer sehen es Leser wie Claudia Meyer. «Was gibt es hier zu motzen? Wenn ich ein Fahrverbot missachte, bin ich selber schuld», kommentiert sie. Ob die Bussen für Velofahrer also gerechtfertigt sind oder nicht, wird wohl auch noch nach den Arbeiten an der Kornhausbrücke ein umstrittenes Thema bleiben.

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