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Aldi als umstrittener Hauptinvestor

Das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs für die Überbauung des Hofmatt-Areals in Worb heisst «3-Klang». Unter den drei geplanten Gebäuden soll der deutsche Grossverteiler Aldi einziehen. Dieser ist auch Hauptinvestor.

Das vom Architektenteam Campanile & Michetti und Feissli & Gerber geschaffene Bauprojekt hat die Jury überzeugt. Stehen oder fallen wird es allerdings mit der Abstimmung vom 17. Mai nächsten Jahres. Da wird das Worber Stimmvolk über das Referendum zu der vom Gemeindeparlament beschlossenen Änderung des Zonenplans abstimmen. Sagt das Volk Nein, kommt die Überbauung vorläufig nicht zu Stande.

«Problem Aldi»

«Leider haben einige Leute die Zonenplanänderung Hofmatt zum ‹Problem Aldi› gemacht», sagte Gemeindepräsident Peter Bernasconi (SP) bei der Präsentation des Siegerprojekts. Tatsache ist, dass es diese Zonenplanänderung braucht, damit der deutsche Grossverteiler und Hauptinvestor Aldi auf der Hofmatt einziehen kann. Bernasconi befürchtet, dass sich bei einem Nein alle fünf Investoren zurückziehen würden.

Neue Nutzung

Vier Architektenteams haben am Architekturwettbewerb teilgenommen. Dessen Ziel war, eine neue Nutzung für das zentral gelegene Hofmatt-Areal zu finden. Gesucht waren «Vorschläge für zentrumsnahes Wohnen verbunden mit Dienstleistungen». Eingereicht wurden vier Projekte von hoher Qualität, wie Jurymitglied und Architekt Guy Lafranconi sagte. Die Wahl des Siegerprojekts sei nicht leicht gefallen. «3-Klang» rage aber wegen seiner lockeren Bauweise hervor und stehe in reizvollem Kontrast mit den klotzigen Bauvolumen von Eishalle, Migros und Coop.

2000 Fahrten täglich

«Die Lage ist gut und zentral, aber auch heikel», sagte Peter Bernasconi. Die Ansiedlung von Grossverteiler Aldi stösst in breiten Kreisen auf Ablehnung, befürchtet werden Verkehr und Lärm. Weil rund um das Hofmatt-Areal bereits eine Einkaufsmeile ist, erwarte man wegen Aldi aber keinen Mehrverkehr, betonte Bernasconi. Eine maximale Verkaufsnutzung des Areals soll beschränkt werden. Gemäss Berechnungen würden auch mit Aldi weniger als die 2000 erlaubten Fahrten pro Tag stattfinden. Nach der Realisierung des Bauprojekts sind 260 Parkplätze vorhanden, ober- sowie unterirdisch. Davon sind 200 für die Sportanlagen bestimmt.

36 Wohnungen

Das Siegerprojekt «3-Klang» besteht aus drei vierstöckigen Gebäuden. Wie Architekt Angelo Michetti sagte, sollen in diesen insgesamt 36 Wohnungen sowie Dienstleistungsbetriebe Platz finden. Im Untergeschoss, aber trotzdem mit Tageslicht, wäre Aldi untergebracht. Im 1. sowie im 2.Untergeschoss sind Einstellhallen vorgesehen. Pläne und das Modell des Siegerprojekts sind noch bis am 23.Dezember in der Eingangshalle der Worber Gemeindeverwaltung ausgestellt. Der Terminplan für den Baubeginn hängt gemäss Peter Bernasconi mit der längst fälligen Sanierung der Eis- und Curlinghalle zusammen. Für diese Arbeiten wird es aber ebenfalls noch eine Volksabstimmung brauchen. Gemeindepräsident Peter Bernasconi hofft, dass das Baugesuch im zweiten Halbjahr 2009 eingereicht werden kann.

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