Störung im Bahnhof Bern: Die Züge verkehren wieder

Am Donnerstagmittag war der Bahnhof Bern wegen einer Stellwerkstörung komplett gesperrt. Ab 13.40 Uhr verkehren die Züge wieder – es muss aber weiterhin mit Verspätungen gerechnet werden.

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Am Donnerstagmittag ging im Bahnhof Bern gar nichts mehr: Wegen einer Stellwerkstörung standen alle Züge im und um den Bahnhof still. Dies meldeten die SBB auf Twitter.

«Wegen der technischen Störung an der Bahnanlage konnten ab 12.20 Uhr alle Weichen im und um den Bahnhof Bern nicht mehr gestellt werden», sagt Jürg Grob, Mediensprecher der SBB.

«Unsere Spezialisten arbeiteten mit Hochdruck an der Lösung des Problems – nun kann der Betrieb ab 13.40 Uhr wieder aufgenommen werden.» Grob betont aber, es müsse weiterhin mit Verspätungen gerechnet werden: «Wegen der Störung ist der Fahrplan durcheinandergeraten, das muss sich zuerst wieder normalisieren.»

Nicht von der Störung betroffen war der RBS – alle Züge verkehrten durchgehend fahrplanmässig.

Von Thun direkt nach Olten

Ein Mitarbeiter dieser Zeitung befand sich in einem von der Störung betroffenen Intercity, der von Thun in Richtung Bern unterwegs war: «Kurz nach der Abfahrt in Thun wurde uns mitgeteilt, dass der Zug wegen der Störung in Bern ohne Halt bis nach Olten weiterfahre», teilt er mit.

«Via Lautsprecherdurchsage kam die Meldung, man habe alles daran gesetzt, vor Bern halten zu können. Dies sei aber leider nicht möglich.» Die unfreiwillige Reise nach Olten sorge für Unmut bei den Passagieren: «Diese fragen sich, warum der Zug nicht wenigstens in Gümligen oder Ostermundigen halte».

Am Donnerstagmittag war der ganze Bahnhof Bern lahmgelegt. Video: sda

Ein Reisender habe sogar verlauten lassen, er würde am liebsten die Notbremse ziehen, um die Kehrtwende in Olten nicht in Kauf nehmen zu müssen.

SBB-Mediensprecher Grob zum Vorfall: «Dieser Zug wurde tatsächlich von Thun direkt nach Olten umgeleitet. Ein Halt in Ostermundigen war nicht möglich, da die Perrons dort für den langen Intercity zu kurz sind.» Ein ausserplanmässiger Stop sei deshalb zu gefährlich.

Kein Zusammenhang zu anderer Störung

Zur Störung vom vergangenen Dienstag auf der Neubaustrecke zwischen Bern und Olten besteht laut Grob kein Zusammenhang. Bei dieser habe es sich um ein Problem mit einer Hardware-Komponente gehandelt, mit der der Zugverkehr abgewickelt werde.

Bei der aktuellen Beeinträchtigung handle es sich um eine technische Störung, die das Stellen der Weichen verunmöglicht. (chh)

Erstellt: 11.10.2018, 14:03 Uhr

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