ManUtd-Stars sind abgereist

Bern

Nun ist die Stardichte in Bern nicht mehr ganz so hoch: Kurz vor 9 Uhr verliessen die Fussballspieler von Manchester United das Hotel Schweizerhof und fuhren mit dem Car Richtung Berner Flughafen.

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Christian Häderli@ChriguHaederli

Es war ein krasser Gegensatz: Als die ManUtd-Spieler am Mittwochabend das Hotel Schweizerhof verliessen, um sich auf den Weg ins Stade de Suisse zu machen, wollten hunderte Fans einen Blick auf die Stars erhaschen, eventuell sogar ein Foto von ihnen schiessen. Der Verkehr rund um das Hotel Schweizerhof kam nur dank minutiöser Polizeiarbeit nicht zum Erliegen.

Ganz anders die Situation am Donnerstagmorgen. Nur ganz wenige Schaulustige versammeln sich hinter den von der Polizei aufgestellten Absperrgittern. Der Verkehr rollt, Polizisten plaudern mit Passanten, der graue Car steht für das Fussballteam bereit. «Ich habe gestern nichts gesehen», sagt eine Frau und erhofft sich nun bei weniger Interessierten eine bessere Sicht auf die Stars.

Soweit sollte es nicht kommen: Noch bevor sich der erste Fussballspieler aus dem Hotel wagt, schreitet die Frau mit schnellen Schritten davon. Sie muss zur Arbeit.

Kurz vor 9 Uhr ist es dann so weit: Fellaini, Pogba, Sanchez, Einer nach dem Anderen schreitet aus dem Hotel hinaus, hinüber zum Bus, ist für einen kurzen Augenblick den Blicken der Öffentlichkeit ausgesetzt.

Smartphone-Displays leuchten auf, Kameras klicken. Die Leute sind nervös, aber ruhig. Fast schon gespenstisch ruhig. Keine lauten «Pooogbaaa»-Rufe wie am Mittwochabend, kein Jubeln, kein Geschrei. Fast schon ehrwürdig lässt man die grossen Fussballer einsteigen. Einige sind in Gedanken versunken, andere, wie etwa Doppeltorschütze Paul Pogba, führen gerade eine hitzige Debatte. Die andächtigen Fans scheinen sie gar nicht wahrzunehmen.

Als der letzte Fussballspieler eingestiegen ist, schliessen sich die Türen des Cars. Der Motor springt an, der Bus braust in Richtung Belp davon. Dort wird die Mannschaft einen gecharterten Flieger besteigen und um 10.03 Uhr Richtung Manchester abheben.

Polizisten räumen vor dem Hotel Schweizerhof die Gitter weg. «Sooo, itz chöiter hie wider düre», sagt einer von ihnen zu den geduldigen Passanten. In der Bundesstadt kehrt Normalität ein.

Berner Zeitung

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