Bauherren für zwei Stadtbrachen

Bern

Der Berner Gemeinderat hat entschieden, wer das alte Tramdepot Burgernziel und wer die ehemalige KVA Warmbächli überbauen soll.

Tramdepot Burgernziel (l.) und Wamrbächli: Bei beiden Brachen steht seit Montag fest, wer sie im Baurecht überbauen soll.<p class='credit'>(Bild: Urs Baumann/ Beat Mathys)</p>

Tramdepot Burgernziel (l.) und Wamrbächli: Bei beiden Brachen steht seit Montag fest, wer sie im Baurecht überbauen soll.

(Bild: Urs Baumann/ Beat Mathys)

Solche Areale hat die Verwaltungsstadt Bern nicht oft zu vergeben: im Osten der Stadt das alte Tramdepot Burgernziel, im Westen die ehemalige Kehrichtverbrennungsanlage Warmbächli. Bei beiden Brachen steht seit Montag fest, wer sie im Baurecht überbauen soll. Im Burgernziel sind dies die Gebäudever­sicherung Bern (GVB) und die Wohnbaugenossenschaft Acht (WBG 8), beim Warmbächli sechs Wohnbaugenossenschaften (siehe Kasten Warmbächli).

Im vergangenen November sagte das Volk Ja zur Abgabe des alten Tramdepots Burgernziel im Baurecht. Gesucht wurden danach Investoren, die das aus einem Wettbewerb hervor­gegangene Projekt Bärn-Ost realisieren. Die Bietergemeinschaft aus GVB und WBG 8 bot nach einer Mitteilung des Gemeinderats mit einem Ankaufspreis von 5,1 Millionen Franken für das Bauprojekt und einem jährlichen Baurechtszins von knapp 660 000 Franken am meisten.

Das Projekt habe zudem «durch den Quartierbezug, die angestrebte Durchmischung, einen konkret ausgearbei­teten Vorschlag zur Erfüllung der ­Anforderungen zur 2000-Watt-Areal-Zertifizierung und ein schlüssiges Vermietungs- und Betriebskonzept» über­zeugt. 35 von 102 Wohnungen sollen gemeinnützig vermietet werden.

Das Projekt enthält zudem eine Schule – eine Basisstufe aus Kindergarten sowie 1. und 2. Klasse –, eine Kita, Gemeinschaftsräume und einen Quartierplatz. Auch eine Bäckerei, ein Lebensmittelmarkt, eine Apotheke und weitere Läden seien vorgesehen.

Losinger Marazzi mit im Boot

«Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das uns die Stadt entgegenbringt», lässt sich Ueli Winzenried, der Vorsitzende der GVB-Geschäftsleitung, in einer Mitteilung zitieren. «Wir werden das Projekt nun gemeinsam mit unseren Partnern, der WBG 8 und Losinger Marazzi, weiterentwickeln.»

Das klingt, als habe der Baukonzern, bei dem GFL-Gemeinderats- und Stadtpräsidiumskandidat Alec von Graffenried als Direktor Immobilienentwicklung amtet, einen schönen Auftrag an Land gezogen. Die GVB-Kommunikationsabteilung wiegelt allerdings ab. Losinger Marazzi habe die Bietergemeinschaft während der Vorprojektphase in bautechnischen Fragen beraten, für die weitere Zusammenarbeit habe man sich noch nicht festgelegt. Die Erwähnung von Losinger Marazzi – so zukunfts­gerichtet sie auch tönt – «erfolgte aus Dankbarkeit ob der sehr guten Beratungen während des Vorprojekts».

hae

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