«Auf den Gummigeschossen waren Smileys angebracht»

Bern

Die Berner Reitschule ist erzürnt über Smileys, die vor dem Abfeuern auf Gummigeschossen angebracht worden seien. «Wir machen so etwas nicht», heisst es bei der Polizei.

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«Mit grosser Irritation» hätten die Reitschüler zur Kenntnis genommen, «dass die Kantonspolizei einige der eingesetzten Gummischrotgeschosse mit Smileys und anderen Beschriftungen versah». Dies schrieb die Mediengruppe der Reitschule am Sonntagnachmittag in einem Communiqué, in dem sie zu den Tumulten, die sich in der Nacht auf Sonntag ereignet hatten, Stellung nahmen.

Die Reitschule bezieht sich dabei auf «mehrere Augenzeugenberichte», die ihre Schilderung bestätigen würden. Wer die Smileys wann angebracht hat, ist unklar.

Jolanda Egger, Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern, sagte dazu auf Anfrage von langenthalertagblatt.ch/Newsnetz: «Wir machen so etwas nicht. So ein Vorgehen würde unseren Grundsätzen widersprechen. Wir würden das nicht tolerieren.»

Diese Aussage wiederum veranlasste die Reitschule dazu, eine weitere Medienmitteilung zu verfassen, in der sie schockiert auf die Aussage der Mediensprecherin reagierte: «Wir sind befremdet von der Tatsache, dass die Kantonspolizei ein Fehlverhalten ihrer Polizist*innen kategorisch ausschliesst. Polizist*innen sind auch nur Menschen, und diese halten sich nicht immer an die Regeln.»

Gummigeschoss auf Kopfhöhe

Weiter kritisiert die Mediengruppe der Reitschule, dass beim Einsatz von Samstagnacht zahlreiche Gummigeschosse auf Kopfhöhe abgefeuert worden seien: «Durch Schüsse auf Kopfhöhe werden schwere Augenverletzungen, auch von Unbeteiligten, in Kauf genommen.»

Die Mediengruppe der Reitschule hat auf Facebook ein Video veröffentlicht. Darauf soll zu sehen sein, wie ein Polizist ein Gummigeschoss auf Kopfhöhe abfeuert.

Dass die Polizei ein mögliches Fehlverhalten nicht einmal in Kraft ziehe geschweige denn untersuchen wolle, zeuge von einem «eklatanten Mangel» in der Kontrolle des Verhaltens einzelner Polizisten.

chh/mch

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