Aaretemperatur lässt sich kaum entziffern

Seit zwei Wochen hängen in den Berner Badeanstalten neue Temperaturanzeigen. Nur lesen kann sie niemand.

So twitterte der Aare-Guru: «Finde die Aaretemperatur. Isch aso chli chli grate, würdi säge.» Auf dem Bild sucht man die gewohnte rote Schrift vergeben.

So twitterte der Aare-Guru: «Finde die Aaretemperatur. Isch aso chli chli grate, würdi säge.» Auf dem Bild sucht man die gewohnte rote Schrift vergeben.

(Bild: Aare Guru)

Claudia Salzmann@C_L_A

Derzeit ist die wichtigste Zahl Berns nicht lesbar: die Aaretemperatur. Vor rund zwei Wochen sind in sämtlichen Badis der Stadt Bern die Anzeigen ausgetauscht worden. Das Problem: Sie sind nicht lesbar. So twitterte der Aare-Guru: «Finde die Aaretemperatur. Isch aso chli chli grate, würdi säge.»

Dazu ein Bild, auf dem man die gewohnte rote Schrift sucht. Die neue Anzeige ist so klein, dass man sie beim Heranzoomen auf dem Bild nicht richtig sehen kann, geschweige denn vor Ort.

Das zuständige Sportamt der Stadt sei schon informiert, heisst es dort. «Badegäste, aber auch wir selbst haben gemerkt, dass die Schrift zu klein ist», sagt Christian Bigler, Leiter des Sportamts. Man sei bereits daran, dies zu korrigieren.

Dafür müssen die Bildschirme nicht wieder demontiert werden. Das Problem kann mit einem technischen Kniff behoben werden: Da es sich nun um Bildschirme handle, könne man einfach die sogenannten Templates anpassen und so schnell die Schrift vergrössern, sagt Bigler. «Wir mussten zuerst herausfinden, wie die Schrift wirkt. Das wird sich im Lauf der nächsten Tage einspielen.»

Die neuen Anzeigen brauchten noch Justierung.?(Foto: Adrian Moser)

Keine Steuergelder

Neu sei, dass in grösseren Bädern bis zu fünf Standorten und neun Bildschirme montiert wurden. Ein Vorteil der Bildschirme sei auch, dass die Badegäste mit mehr als nur wechselnden Zahlen von Wasser- oder Lufttemperatur oder Zeit informiert würden.

Im Marzili sollen sie auch anzeigen, wenn der neue Bueberkanal gesperrt ist. Bei 250 Kubikmeter Wasser pro Sekunde schliesst dort aus Sicherheitsgründen das Tor, wie es die Behörden vor zwei Wochen präsentierten.

Gesteuert werden die neuen Anzeigen derzeit über das Sportamt direkt. «Als Endform stellen wir uns jedoch eine Mischung von improvisierten und standardisierten Einblendungen vor», sagt Bigler.

Steuergelder seien dadurch nicht verbraucht worden, so Bigler. Wie bereits das Vorgängermodell seien auch die neuen Bildschirme von einem Unternehmen zur Verfügung gestellt worden. Dieses schalte als Gegenleistung im unteren Drittel des Bildschirms Werbung.

Berner Zeitung

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