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Kokain-Prozess: 95'000 abgehörte Gespräche

In einem über sechsstündigen Schlussvortrag zerpflückt die Staatsanwaltschaft die Beteuerungen der Beschuldigten im Kokainschmuggel-Prozess.

Seit über einer Woche stehen sieben Männer wegen Kokainschmuggel in Bern vor Gericht. Illustration: Karin Widmer
Seit über einer Woche stehen sieben Männer wegen Kokainschmuggel in Bern vor Gericht. Illustration: Karin Widmer

Es passiert irgendwann gegen Mittag. Einer der Beschuldigten nickt kurz ein. Zu diesem Zeitpunkt referiert die Staatsanwältin seit rund drei Stunden. Es ist ein Monsterprozess, der am Regionalgericht in Bern verhandelt wird. Nicht nur, weil die sieben Beschuldigten insgesamt 105 Kilo Kokain von Holland in die Schweiz geschmuggelt haben sollen, sondern auch weil sich die Berner Staatsanwaltschaft aus einem riesigen Fundus an gesammelten Daten bedienen kann. Während eines Jahres überwachte die Bundeskriminalpolizei eine Vielzahl von Verdächtigen, welche einem Drogenschmugglerring angehören sollen. 95000 Telefongespräche wurden zu diesem Zweck abgehört. Der Prozess in Bern ist dabei bloss die Spitze des Eisbergs.

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