300 Kinder machen Schützenmatte zum Spielplatz

Bern

Hotdogs, Streethockey und Strassenkunst: Am Mittwochnachmittag versammelten sich die Schulkinder sämtlicher Stadtberner Kindertagesstätten auf dem Platz vor der Reithalle zu gemeinsamen Aktivitäten.

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Martin Bürki@tinubuerki27

Es geht zu und her wie auf dem Pausenplatz: Kinder kreischen und lachen, einige Jungs versuchen, sich auf eine Slackline zu setzen, und ein paar Mädchen verziehen sich in eine ruhige Ecke und schlürfen Sirup. «Als ich hörte, dass die Schützenmatte versuchsweise autofrei bleiben sollte, war klar, dass ich etwas organisieren wollte», sagt Christian Schwarz, Leiter der Tagesstätte Breitenrain.

Im Rahmen des Projekts «Neustadtlab» werden auf der Schützenmatte seit August und noch bis Ende September verschiedene alternative Nutzungen getestet. Ziel ist es, den Parkplatz einem neuen Zweck zu überführen: Ein Skatepark oder ein Gemeinschaftsgarten gehören etwa zu den Vorschlägen.

Ein zweiter Sporttag?

Auch die Stadtberner Kindertagesstätten wollten die Gelegenheit nutzen und die «Schütz» zu ihrem Spielplatz machen. Rund 300 Kinder fanden sich am Mittwochmittag ein. «2008, als die Fussball-Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich stattfand, veranstalteten wir in der grossen Halle der Reitschule ein Tischfussball-Turnier», erinnert sich Christian Schwarz. Er hat also gute Erfahrungen mit der Lokalität und war auch dieses Mal treibende Kraft hinter dem Aktionstag «Tagis uf dr Schütz».

Analog zum Sporttag, an dem traditionell jedes Jahr sämtliche Kindertagesstätten teilnehmen, wollte er einen neuen Event ins Leben rufen. Mit seinen Beziehungen stellte sich das Programm dann fast wie von selbst zusammen: Die Gemeinschaftsküche der Tagesstätten Lorraine und Breitenrain zauberte Hotdogs, der Spielplatz am Schützenweg stellte sein Streethockey-Feld zur Verfügung, die Roxy-Bar überliess den Betreuern ihre Infrastruktur, um eine Sirup-Bar zu betreiben.

«Wär schon cool, wenn wir so eine Aktion jedes Jahr durchführen könnten», findet Christian Schwarz. Und er sagt, «Neustadtlab»-Koordinator Juerg Luedi finde «die Sache jedenfalls super und möchte uns das Vorhaben ermöglichen.»

Was an dem Nachmittag alles auf dem Programm stand, sehen Sie in der Bildstrecke oben.

langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

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