1400 Betonelemente für den E-Prix

Seit dieser Woche sind in Bern die Aufbauarbeiten für den E-Prix im Gange. Mit rund 230 Fahrten transportierten Sattelschlepper 1400 Betonelemente von Zürich nach Bern.

Die Betonelemente des letztjährigen E-Prix in Zürich kommen auch in Bern zum Einsatz. Foto: Adrian Moser

Die Betonelemente des letztjährigen E-Prix in Zürich kommen auch in Bern zum Einsatz. Foto: Adrian Moser

Michael Bucher@MichuBucher

In neun Tagen flitzen die Formel-E-Boliden in halsbrecherischem Tempo durchs Berner Obstbergquartier. Seit Anfang Woche sind die ersten Vorkehrungen sichtbar, die auf den bevorstehenden Grossanlass hindeuten. An der Laubeggstrasse etwa wurden Verkehrsinseln entfernt und beim Bärenpark-Kreisel der Boden nivelliert.

Am augenscheinlichsten aber sind die Betonelemente, die zurzeit entlang der Rennstrecke errichtet werden. Zusammen mit den darauf montierten Absperrgittern ragen diese über zwei Meter in die Höhe. Installiert werden die Abschrankungen, welche die Zuschauerinnen und Zuschauer von der Rennstrecke trennen, von der Zaugg AG Rohrbach.

Kompensieren bei Myclimate

1400 Betonelemente werden entlang der Strecke verbaut. Gemäss den Organisatoren des Swiss E-Prix sind es dieselben, die bereits vor einem Jahr am Formel-E-Rennen in Zürich benutzt wurden. Hergestellt hat die Betonelemente die Zürcher Firma Kibag AG. Rund 230 Fahrten mit 40-Tonnen-Sattelschleppern waren nötig, um die schweren Blöcke von Regensdorf nach Zürich zu transportieren, wie das Unternehmen damals mitteilte.

Auch für den nun erfolgten Transport von Zürich nach Bern dürfte sich laut Stephan Oehen, Sprecher der Swiss E-Prix Operations AG, die Anzahl Fahrten im ähnlichen Rahmen bewegen.

Solche Zahlen dürften die Gegner des Rennens in der Ansicht bestätigen, dass der Anlass trotz der beworbenen Elektromobilität umweltschädlich sei. Die Veranstalter des Swiss E-Prix weisen wiederum auf ihr Bestreben hin, die unvermeidbaren CO2-Emissionen zu kompensieren.

«Nach dem Rennen lassen wir eine CO2-Bilanz berechnen», sagt Stephan Oehen. Die Kompensation erfolge anschliessend mittels Investitionen in Klimaschutzprojekte mithilfe der Schweizer Stiftung Myclimate. Die gemeinnützige Organisation figuriert auch als Partner des Swiss E-Prix.

Berner Zeitung

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