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10 Krieger und 220 Objekte aus China

Die «Qin»-Ausstellung im Historischen Museum soll mit etwa 10 Terrakottafiguren und 220 hochkarätigen Artefakten bestückt werden. Das sagte Museumsdirektor Jakob Messerli.

Bern macht sich bereit für eine spektakuläre China-Ausstellung.
Bern macht sich bereit für eine spektakuläre China-Ausstellung.
Museum of the Terracotta Army, Xian (China)
Diese wird im Historisches Museum gezeigt. Die Ausstellung im Kubus dauert vom 15.März bis zum  17.November.
Diese wird im Historisches Museum gezeigt. Die Ausstellung im Kubus dauert vom 15.März bis zum 17.November.
Walter Pfäffli
Ab 28. Januar können online Tickets gekauft werden.
Ab 28. Januar können online Tickets gekauft werden.
Museum of the Terracotta Army, Xian (China)
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Vor dem Eingang des Historischen Museums sind derzeit Arbeiter mit dem Bau und der Einrichtung des provisorischen Pavillons beschäftigt. Das Gebäude wird eigens für die China-Ausstellung «Qin – Der Erste Kaiser und seine Terrakottakrieger» gebaut. Damit soll der Besucherfluss – die Museumsleitung rechnet mit einem grossen Publikumsaufmarsch – optimiert werden. Im Parterre werden Garderoben, Kasse, Museumsshop und Toiletten eingerichtet, im ersten Stock soll ein 120-plätziges Restaurant Besucherinnen und Besucher mit asiatischen Spezialitäten verwöhnen.

Die steinernen Krieger

Museumsdirektor Jakob Messerli sagte an der Medienorientierung vom Mittwoch, dass über die «Qin»-Ausstellung selbst am 13.März detailliert informiert werde. Immerhin so viel verriet er am Mittwoch: Es würden 220 hochkarätige Artefakte und etwa 10 Terrakottafiguren präsentiert. Das sei sensationell, andere Ausstellungen würden höchstens 2 bis 3 Figuren erhalten. Die 2000 Jahre alte steinerne Armee des Kaisers Qin wurde 1974 zufällig in einer Grabanlage entdeckt. Bis heute seien rund 1500 von geschätzten 8000 ausgegraben worden, erklärte Jakob Messerli. Die Ausstellung im Kubus dauert vom 15.März bis zum 17.November. In der Museumsnacht (22.März) können von 19 bis 1 Uhr jeweils 20 Personen an einer Führung teilnehmen.

2012: Mehr Eintritte

Museumsdirektor Messerli freute sich am Mittwoch nicht nur auf die kommende Ausstellung. «Wir sind mit dem vergangenen Jahr 2012 sehr zufrieden.» 87389 Personen hätten das Museum besucht. Das sind rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr (83126 Eintritte). Die kostbaren Bestände der Mittelaltersammlung sind seit dem 2.Mai 2012 wieder ausgestellt, darunter auch das laut Messerli wohl berühmteste Ausstellungsstück des Museums, nämlich der «Tausendblumenteppich». Seit Mai letzten Jahres können Besucherinnen und Besucher auch die Konservierungsarbeiten an lichtempfindlichen Tapisserien live mitverfolgen. Die Fragestunden mit den Konservatorinnen (jeweils freitags um 14 Uhr) würden rege genutzt.

Viele junge Leute angezogen

Die Ausstellung «Mord und Totschlag» (bis Juli 2012) habe sehr viele junge Leute angezogen. Die für Museumsbesuche schwierig zu gewinnende Altersgruppe zwischen 21 und 30 Jahren sei mit 27 Prozent vertreten gewesen. 34 Prozent der Befragten seien überhaupt zum ersten Mal im Historischen Museum gewesen. Die Ausstellung wurde von total 28841 Personen besucht, 89 Prozent äusserten sich «sehr positiv» über die Schau. Noch bis Sonntag, 13.Januar, ist die Ausstellung «Mani Matter (1936– 1972» zu sehen. «Diese Ausstellung kommt auch sehr gut an», sagte Jakob Messerli. Viele Schulen würden die Schau nutzen, um in Matters Welt abzutauchen. Ein iPad mit Infos auf Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch erschliesst dem Publikum das Werk des Berner Liedermachers und Sprachpoeten.

Neuer Stiftungspräsident

Das vergangene Jahr sei auch von personellen Veränderungen geprägt gewesen. Im Februar verstarb Christoph Stalder, Präsident der Stiftung des Historischen Museums. Am 1.Januar 2013 hat Fürsprecher Luc Mentha dieses Amt übernommen. Mentha ist Grossrat (SP) und Gemeindepräsident von Köniz.

Messerli machte auch einen Ausstellungsausblick auf 2014: In Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Dienst wird eine Schau dem Thema Pfahlbauer gewidmet sein. Tickets zur «Qin»-Ausstellung können ab 28.Januar online gekauft werden: www.qin.ch.

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