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1 «Heiler», 16 HIV-Infizierte und Kritiken

Nächste Woche beginnt in Bern der Prozess gegen den Musiklehrer, der 16 Personen mit dem HI-Virus angesteckt haben soll. Er bestreitet alle Vorwürfe. Sein Anwalt kritisiert zwei Gutachten. Diese werden für den Prozessverlauf entscheidend sein.

Im Berufungsprozess vor Obergericht gegen den selbsternannten «Heiler» von Bern hat der Staatsanwalt am 7. April eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren beantragt. Bei der Urteilsverkündung am 11. April folgte das Gericht dem Staatsanwalt.
Im Berufungsprozess vor Obergericht gegen den selbsternannten «Heiler» von Bern hat der Staatsanwalt am 7. April eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren beantragt. Bei der Urteilsverkündung am 11. April folgte das Gericht dem Staatsanwalt.
Angela Zwahlen
Das Gericht erhöhte damit die Strafe der Vorinstanz: Das Regionalgericht hatte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 9 Monaten verurteilt.
Das Gericht erhöhte damit die Strafe der Vorinstanz: Das Regionalgericht hatte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 9 Monaten verurteilt.
Angela Zwahlen
Hier kam der Fall ins Rollen: Das Inselspital stiess bei Recherchen auf 18 HIV-Infizierte, welche Kontakt mit dem Heiler hatten.
Hier kam der Fall ins Rollen: Das Inselspital stiess bei Recherchen auf 18 HIV-Infizierte, welche Kontakt mit dem Heiler hatten.
Keystone
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Auf der einen Seite sind diese unfassbaren Vorwürfe: Zwischen 2001 und 2005 soll der Berner Musiklehrer G.* 16 seiner Schüler vorsätzlich mit dem HI-Virus angesteckt haben – entweder im Rahmen einer Akupunkturbehandlung oder als die Personen bewusstlos waren, nachdem ihnen G. ein Getränk verabreicht hatte. Kristalle und Energieflüsse hätten dabei eine Rolle gespielt. Unvermittelt hätte G. sie mit einem Gegenstand gestochen, sagten jene aus, die bei Bewusstsein waren.

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