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«Bären» steht vor dem Verkauf

GuttannenAus gesundheitlichen Gründen verkaufen Peter und Liselotte Rufibach die Hotelliegenschaft, die seit 1806 in Familienbesitz ist.

Dies teilte Inhaber Peter Rufibach, der den Betrieb in sechster Generation führt, am Schluss der Frühjahrsgemeindeversammlung mit. Zuvor hatte Gemeindepräsident Hans Abplanalp die von 30 Stimmberechtigten besuchte Versammlung über die unerfreulichen Folgen im Zusammenhang mit der von den Bahnen Meiringen-Hasliberg (BMH) beantragten Nachlassstundung orientiert: «Die BMH-Aktien im Gemeindebesitz sind zwar längst abgeschrieben, verlieren werden wir aber wohl die 60000 Franken Darlehen. Zudem wird sich auch Guttannen in grösserem Umfang an den Marketingkosten von Haslital Tourismus beteiligen müssen, weil der BMH-Beitrag von bisher 300000 Franken jährlich einstweilen ausfällt.» Aber auch Erfreuliches hatte Abplanalp unter dem Traktandum Verschiedenes zu berichten: «Es ist uns mitgeteilt worden, dass wir für unser Projekt ‹Kleinwasserkraftwerk Reservoir Wachtbühl› mit einem Zustupf aus dem Fonds für kostendeckende Einspeisevergütungen rechnen können. Somit können wir definitiv planen und an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung Mitte August den entsprechenden Kreditbeschluss fassen.» Ja zur Schiessanlage Seit bald drei Jahren ist eine Arbeitsgruppe am Planen einer gemeinsamen Schiessanlage für die Gemeinden Gadmen, Guttannen, Innertkirchen und Schattenhalb und deren Schützengesellschaften. Das heute vorliegende Projekt sieht die Anlage in der Üsseren Urweide auf Innertkirchler Boden vor und rechnet mit Baukosten von rund 1,5 Millionen Franken. Davon übernimmt die Kraftwerke Oberhasli AG eine Million – dies, weil auch die Schiessanlage Innertkirchen stillgelegt wird und die KWO dieses Areal als Deponieplatz für das aus dem Parallelstollen Handeck-Innertkirchen anfallende Ausbruchmaterial nutzen können. Nach Abzug der Eigenleistungen der Schützen müssen die Gemeinden noch 402000 Franken übernehmen, Guttannens Beitrag beläuft sich auf 70000 Franken, dazu wird die Gemeinde jährlich 5000 Franken in den Fonds für wiederkehrende Kosten einzahlen. Die Versammlung hiess das Vorhaben bei einer Enthaltung nahezu einstimmig gut. Die von Finanzverwalter Kilian Leuthold vorgelegte und von der Versammlung einmütig gutgeheissene Gemeinderechnung 2010 weist bei einem Aufwand von rund 2 Millionen und nach Abzug zusätzlicher Abschreibungen im Betrag von 120000 Franken einen Ertragsüberschuss von gut 22000 Franken aus. Das Eigenkapital beträgt neu fast 731000 Franken. «Ein Eigenkapital in dieser Grössenordnung kann als hoch genug betrachtet werden, entspricht es doch ungefähr einer Reserve zwischen 15 und 17 Steuerzehnteln», heisst es im Kommentar des Finanzverwalters.André Hug>

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