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Augen im Auge behalten

thunDas Fazit eines Vortrages im Tertianum: Das eigene Auge bezüglich Alterskrankheiten sollte Mann und Frau im Auge behalten.

Zu zunehmenden Beschwerden im Alter gehören auch Augenkrankheiten. Diesem Thema widmete sich das diesjährige Gesundheitsforum der Tertianum-Residenz Bellevue-Park. «Hinter manchen Sehschwächen verbirgt sich der Beginn einer ernst zu nehmenden Augenkrankheit», legte Augenfacharzt Fritz Körner dar. Gut verständlich erläuterte der langjährige Ordinarius und Direktor der Berner Uni-Klinik die häufigsten Erkrankungen. Über 150 Interessierte erfuhren: Sogenannt trockene Augen sind Folge von zu geringer Tränenflüssigkeit. Deren Ursache können Wind, Kälte, Feinstaub, Allergien, verschlossene Tränenkanäle oder eine Fehlstellung des Unterlides sein. Behandelt wird das unter anderem mit Tropfen. Der graue Star Kann ein Brillenträger im Alter plötzlich ohne Brille lesen, deutet das auf eine zunehmende Kurzsichtigkeit hin. Das wiederum ist oft ein «Vorbote» von beginnendem grauem Star (Katarakt), bei dem die Augenlinse zunehmend trüb wird. Die eigene Linse wird operativ durch eine künstliche ersetzt. Das ist heute ein Routineeingriff. Gefährlich wirds nur, wenn sich eine Infektion entwickelt. Das kann bis zur Erblindung führen. «Passen Sie also besonders in den ersten Tagen nach der Operation gut auf», mahnte Körner. Die Netzhaut Die Netzhaut kann Risse, Löcher bekommen oder sich ablösen. Das «sieht» der Betroffene als schwarze Stellen, und da ist sofortiges Handeln geboten. Netzhautablösungen müssen notfallmässig operiert werden, sonst droht die Erblindung. «Ablösungen können heute in 95 Prozent erfolgreich behoben werden», versicherte der Referent. Der grüne Star Gravierender als der graue ist der grüne Star (Glaukom). Er entsteht hauptsächlich durch zu hohen Augendruck. Die Glaukombildung ist oft vererbt. Der akute graue Star ist so schmerzhaft (Kopf, Bauch), dass er zum Notfall wird. Beim chronischen Glaukom verändert sich das Gesichtsfeld – oft fast unbemerkt. Es besteht die Gefahr der Erblindung. Deshalb der Rat von Fritz Körner: «Ab und zu» den Augendruck überprüfen lassen. Am schwierigsten ist die Makuladegeneration als Folge von altersbedingtem Gewebsabbau zu behandeln. Symptome sind verzerrtes Sehen, wie Wellenlinien und «fehlende» Buchstaben. Das kann man beim Anschauen von kariertem Papier überprüfen. Es gibt laut Körner zwar Spritzentherapien, sie sind aber sehr teuer und können die grosse Sehbeeinträchtigung nur ansatzweise stabilisieren. Nelly Kolb>

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