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Antibiotika: Landwirt muss Schaden zahlen

In einem mysteriösen Fall von Antibiotika in der Kuhmilch muss der Landwirt den Schaden von 20000 Franken bezahlen.

Noch immer ist unklar, wie es dazu kam, dass sieben Kühe eines Landwirts, er ist Pächter der «Gassera» in Schwarzsee, im Juni 2008 positiv auf Antibiotika getestet worden sind. Und dies, obwohl er behauptet, diese nie damit behandelt zu haben (wir berichteten). «Ich habe nicht über wahr oder unwahr entschieden», erklärte der zuständige Untersuchungsrichter Markus Julmy auf Anfrage. Julmy hatte das Verfahren ein zweites Mal eröffnet, nachdem der Käsermeister, welcher vom Landwirt der Verleumdung bezichtigt worden war, gegen diesen Anklage wegen Irreführung der Justiz erhoben hatte. Da sich daraufhin jedoch keine der Parteien für eine Weiterführung der Untersuchung interessierte und sich so die Frage der finanziellen Folgekosten im Zivilverfahren klärte, beendete Markus Julmy seine Untersuchungen im Herbst. Beim Landwirt wurde im Laufe des Verfahrens eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Markus Julmy wollte sich zum Ergebnis nicht äussern. Es hatte für den Betroffenen aber keine negativen Konsequenzen. «Das war lächerlich», meint der Landwirt auf Anfrage. Der Käser jedoch bezeichnet den Bericht der Hausdurchsuchung als «interessant», will jedoch nicht preisgeben, was darin steht. Ein symbolischer Franken Der Landwirt – beziehungsweise seine Versicherung – hat nun gemäss dem Zivilgerichtsentscheid den durch die Antibiotikamilch in der Käserei und bei der Firma Cremo angerichteten Sachschaden von zirka 20000 Franken zu tragen. «Ich war nicht gewillt, dafür aufzukommen, und forderte auch Schadensersatz», sagt der Käser. Dies deshalb, weil der Landwirt den Vertrag mit ihm von einem auf den anderen Tag gekündigt habe. Das Gericht hat nun entschieden, dass der Milchlieferant dem Käser aus diesem Grund einen symbolischen Franken bezahlen muss. ak>

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