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An der Lenk droht Gefahr

lenkIn den letzten Jahren bildeten sich am Rand des Glacier de la Plaine Morte durch das Schmelzwasser Gletscherseen. Diese können sich innert

Wenn im Frühling im Hochgebirge die Schneeschmelze einsetzt, bilden sich auf der Plaine Morte Gletscherseen. Im Verlauf des Sommers fliessen die angestauten Seen aus. «In der Nacht vom 11. auf den 12. Juli stieg die Simme rasch an. Die grosse Wassermenge war im Gletscherbach und Trüebbach deutlich sichtbar», teilte die Gemeinde Lenk gestern mit. Die Simme habe in dieser Nacht im Rezlisberg Schäden angerichtet und sei auch weiter unten an verschiedenen Stellen übergelaufen. «So massiv haben wir einen Ausfluss noch nie bemerkt», erklärt der Lenker Gemeinderatspräsident Christian von Känel. «Normalerweise führt die Simme 12 bis 16 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Plötzlich waren es aber 30.» Nach Rekognoszierungsflügen und den entsprechenden Luftbildern wurde festgestellt, dass die Seen immer grösser werden, bestätigt der Lenker Gemeinderat. Je grösser die Seen, desto grösser werden die Abflussspitzen bei einem Wasserausbruch. «In den nächsten Jahren muss darum mit grösseren Abflüssen gerechnet werden.» Es bestehe darum die Gefahr, dass Wanderwege und stark frequentierte Gebiete entlang der Simme auch bei Trockenwetter überschwemmt werden könnten, fürchtet der Lenker Gemeinderat. Zuständig für die Sicherheit der Wanderwege ist die Gemeinde. «Deshalb klären wir ab und informieren», sagt Christian von Känel. «Welche Faktoren die Ausbrüche der Seen genau steuern, muss nun untersucht werden. Mitarbeiter der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie der ETH Zürich werden in den nächsten Monaten die notwendigen Untersuchungen vornehmen», heisst es vonseiten der Gemeinde Lenk. Die Gemeinde wird aufgrund der Ergebnisse dann zusammen mit den Verantwortlichen des Oberingenieurkreises im Verlaufe des Winters die notwendigen Massnahmen beschliessen. Hans Rudolf Schneider/pd>

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