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1937 Personen, aber nur 160 Sitze

Rekord: 620 Frauen und 1317 Männer kämpfen am 28.März um die 160 Sitze im bernischen Grossen Rat. In allen neun Wahlkreisen treten die Grünliberalen und die BDP an. Erstmals dabei: «Die Eidgenossen» und die Piratenpartei.

Gestern um 16 Uhr lief die Anmeldefrist für die Grossratswahlen 2010 im Kanton Bern ab: 620 Frauen und 1317 Männer – total 1937 Personen – kämpfen am 28.März um 160 Sitze im bernischen Kantonsparlament. Dies ist ein neuer Rekord. Bei den Wahlen vor vier Jahren waren es 247 Kandidierende weniger. Begehrt sind zudem die 24 Sitze im Bernjurassischen Rat: Auf 24 Listen bewerben sich 160 Kandidatinnen und Kandidaten. Neu 9 statt 8 Wahlkreise Für den Grossen Rat sind 133 Listen eingereicht worden. Dies sind 28 Listen mehr als bei den Wahlen vor vier Jahren. Diese Zunahme ist primär auf die Gründung neuer Parteien sowie auf die Neueinteilung der Wahlkreise für die Grossratswahlen zurückzuführen – waren es 2006 acht Wahlkreise, sind es jetzt neun. Dem Wahlkreis Berner Jura stehen 12 Grossratsmandate zur Verfügung, jedoch bewerben sich auf 11 Listen 102 Kandidierende. Im Wahlkreis Biel-Seeland kämpfen auf 18 Listen 342 Kandidierende um 26 Mandate. 12 Mandate gibt es im Wahlkreis Oberaargau zu besetzen, doch bewerben sich auf 13 Listen 143 Kandidierende. Im Wahlkreis Emmental treten auf 17 Listen 201 Kandidierende an, wobei nur 15 Mandate zur Verfügung stehen. 253 Kandidierende auf 13 Listen streiten im Wahlkreis Mittelland-Nord um 22 Grossratsmandate. Im Wahlkreis Mittelland-Süd kämpfen auf 13 Listen 218 Personen um 20 Mandate. Ebenfalls 20 Mandate stehen dem Wahlkreis Bern zu; hier bewerben sich auf 19 Listen 288 Kandidierende. Im Wahlkreis Thun stehen auf 15 Listen 185 Namen, zu besetzen gibt es 16 Grossratssitze. Und dem Wahlkreis Oberland stehen 17 Mandate zu; hier bewerben sich 205 Personen um 17 Mandate. Etwas weniger Frauen Mit 620 Bewerberinnen liegt der Frauenanteil bei 32 Prozent (2006: 33,6 Prozent). Von den 160 bisherigen Grossrätinnen und Grossräten wollen 136 ihren Sitz im Rathaus zu Bern verteidigen. 85 Prozent der Amtierenden wollen also wiedergewählt werden, 2006 waren es 78 Prozent. Nach der Spaltung der SVP tritt die BDP erwartungsgemäss in allen neun Wahlkreisen mit einer eigenen Liste zu den Grossratswahlen an. Im Wahlkreis Emmental sind es sogar 2 BDP-Listen (Nord und Süd). In allen neun Wahlkreisen vertreten sind – was für diese junge Partei nicht selbstverständlich ist – die Grünliberalen. Wenigstens in vier Wahlkreisen (Bern, Mittelland-Süd, Biel-Seeland, Berner Jura) will die Piratenpartei Schweiz um Sitze im Parlament kämpfen. Diese Einthemenpartei, die sich für Bürgerrechte und Gratisdownloads im Internet einsetzt, dürfte chancenlos sein. Dies trifft auch auf die Partei national orientierter Schweizer (Pnos) zu, die mit nur 3 Kandidierenden in den Wahlkreisen Oberaargau und Emmental antritt. Kuriose Listen Einzig im Wahlkreis Biel-Seeland geht die Liste «Die Eidgenossen» auf Stimmenfang. Für etwas Aufsehen sorgt die Partei BKW, die aber mit dem Stromkonzern nichts zu tun hat. Diese Partei mit zwei Kandidaten heisst «Kein Klimaschaden aus Bern».Urs Egli Die Listen mit allen Kandidaten sind auf der unten angegebenen Internetseite abrufbar. Leserinnen und Leser dieser Zeitung ohne Internet können die Listen über die Redaktionshotline 031 3303333 bestellen. Dieses Angebot ist kostenlos. >

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