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Viele Baustellen auf Oberaargauer Strassen

StrassenbauDer Oberaargau als Grossbaustelle. Neun Strassenbauprojekte will der Kanton dieses Jahr in Angriff nehmen. Das zehnte verzögert sich wegen einer Einsprache.

Eine grosse Portion Geduld brauchen die Autofahrer in diesem Sommer. Von Frühling bis Herbst 2011 nimmt der Kanton im Oberaargau nicht weniger als neun Strassenbauprojekte in Angriff. Das kostet Millionen und wird zu Verkehrsbehinderungen führen. Vor allem beim Langenthaler Hard-Kreisel, der schon heute während der Hauptverkehrszeiten ein Flaschenhals ist. Für 2,5 Millionen Franken wird der Kreisel saniert, vergrössert, mit neuen Querungshilfen für Fussgänger und besseren Radwegen ausgestattet. Bereits seit Oktober ist der Kanton damit beschäftigt, die gesamte Entwässerung zu erneuern. In diesem Frühling beginnt nun der Einbau des Strassenbelages. Dauer: bis Sommer 2012. Bei 16000 Fahrzeugen pro Tag kein Kinderspiel. «Wir versuchen, den Verkehr durch grossräumige Signalisationen und lokale Umleitungen so gut wie möglich zu entlasten. Gewisse Friktionen sind aber unumgänglich», sagt Hans-Peter Hubert, stellvertretender Kreisoberingenieur des Oberingenieurkreises Emmental-Oberaargau. Ampeln und Abschrankungen Stark befahren ist auch die Thörigenstrasse in Herzogenbuchsee, wo der Verkehr vom Sonnenplatz her Richtung Thörigen abzweigt. Seit Monaten prägen hier mobile Ampeln, tiefe Baugruben und Abschrankungen das Bild. Die Gemeinde ist daran, ihre Strom- und Wasserleitungen sowie die Kanalisation zu erneuern. Voraussichtlich nach den Sommerferien übernimmt der Kanton das Zepter und saniert auf einer Länge von 1050 Metern den Strassenbelag. Vorher wäre dies nicht ideal, sagt Alfred Hutmacher, Strasseninspektor im Oberaargau. «Zuerst muss sich das Erdreich setzen, erst dann wollen wir beginnen.» Definitiver Belag folgt bald Ein weiteres grösseres Sanierungsvorhaben betrifft die Dorfstrasse in Farnern. Im letzten Sommer wurden hier die Werkleitungen erneuert und der Strassenbelag schon mal provisorisch geflickt. Zwischen Mai und Oktober folgt nun der definitive Belagseinbau unter der Leitung des Kantons. Obwohl die Dorfstrasse mitten durch Farnern führt und auf einer Länge von 820 Metern saniert werden muss, rechnet Alfred Hutmacher nicht mit zahlreichen Reklamationen der Anwohner. «In Gemeinden mit wenig Durchgangsverkehr stossen wir in der Regel auf viel Verständnis. Mit der sanierten Strasse erhalten die Anstösser ja auch einen direkten Gegenwert.» Kanton zahlt Millionen Für die acht reinen Strassensanierungen im Oberaargau rechnet der Kanton mit Bruttokosten von 2,65 Millionen Franken. Hinzu kommt der Kreiselausbau im Hard mit weiteren 2,5 Millionen Franken. Zu dieser Aufzählung sollte ursprünglich ein weiteres Projekt gehören, das sich nun aber verzögert: In Melchnau möchte der Kanton ein 300 Meter langes Trottoir an der Neustrasse realisieren – doch dagegen regt sich Widerstand. Während der öffentlichen Auflage des Strassenplans gingen beim Kanton acht Einsprachen ein, die inzwischen allesamt abgewiesen wurden. Einer der Einsprecher zog seine Beschwerde allerdings an die kantonale Justiz-, Gemeinde und Kirchendirektion weiter. «Bis sie entscheidet, dürften mehrere Wochen vergehen», sagt Hans-Peter Hubert. «Deshalb verschieben wir dieses Projekt auf das nächste Jahr.»Stefan Schneider>

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